Fazit
 

Ergänzend zu den Zusammenfassungen der einzelnen Kapitel bleibt rückblickend festzuhalten, daß sich die Wissensvermittlung im Zeitalter der Datennetze verändert und neue Lern-, Forschungs- und Informationsstrukturen mit sich gebracht hat. Ständig wachsende Informations- und Wissensmengen erfordern neue Methoden des Informationsaustausches und der Wissensvermittlung; Online-Zugriffsmöglichkeiten auf Datenbanken, Literaturrecherche über Online-Bibliothekskataloge, langfristige Recherchestrategien, um sich auf dem Laufenden zu halten (Newsgroups, Mailinglisten und E-Zines), der Austausch von Wissen und Präsentation von Forschungsergebnissen per Email demotisieren und globalisieren den Wissenserwerb.

Neue Medien bestimmen die Forschungsinhalte und bringen eine Neudefinierung von Forschungszielen und –Methoden mit sich. Die weltweite Zusammenarbeit wird gefördert, komplexe Sachverhalte und schnelle Veränderungen machen interdisziplinäre Kooperationen zur Lösung der Probleme unserer modernen Gesellschaft. Gleichzeitig erschweren eine unübersichtliche Fülle von Texten und die Unzuverlässigkeit und Unüberprüfbarkeit von Zitaten und Informationen die wissenschaftliche Arbeit. Des weiteren behindern die Nichtverfügbarkeit von vernetzten Rechnern und die Dominanz des Englischen im Internet die Internationalisierung in einigen Regionen der Welt.

In der Euphorie über das Internet und seine vielfältigen Möglichkeiten wird gern auch übersehen, daß persönlicher Kontakt und Face-to-face-Kommunikation ebenfalls wichtige Bestandteile wissenschaftlichen Arbeitens und Lernens sind, auf die kaum verzichtet werden kann.

Alle drei Arbeiten kamen zu dem Ergebnis, daß das Internet eine sinnvolle Ergänzung zu wissenschaftlicher Recherche, Arbeit und Forschung darstellt, jedoch kaum den Anspruch auf Ausschließlichkeit beim Wissenserwerb erheben kann. Zwar bringt dieses Medium neben den Vorteilen auch unübersehbare Nachteile für die Wissenschaft mit sich, jedoch muß jeder einzelne für seine individuelle Arbeit die Entscheidung treffen, ob der Nutzen überwiegt. Die großen Chancen, die diese Art der Kommunikation und der Informationsvermittlung für die zukünftige Entwicklung der Wissenschaft bereithält, sollten wir uns nicht durch Technik-Feindlichkeit und dem Festhalten an alten Dogmen verstellen.
 
 

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