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Linguistische Grundlagen

Hier finden Sie den sechsten und jüngsten Bereich von mediensprache.net: basix. Er soll den anderen insofern als Basis dienen, als er die notwendigen linguistischen Grundlagen zum Gegenstand hat. Der Bereich wird – wie die anderen – sukzessive ausgebaut und besteht aus den Bereichen Phonologie/Phonetik, Morphologie, Syntax, Semantik, Semiotik und Pragmatik. Sie finden hier auch etwas über die Themen Orthografie, Sprachökonomie und E-Learning.

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Tipp: Adieu, Dekolleté

Kleidungsstücke mit vielen unterschiedlichen Kragen

Die Herbsttage kommen und mit ihnen die Stoffmengen. Und dennoch werden nicht alle Hautpartien überzogen – dank Dekolleté. Wörtlich bedeutet das aus dem Französischen entlehnte Wort ›Halskragen‹, was schon darauf hinweist, dass es nicht die Hautpartie unterhalb des Halses bezeichnet, sondern den Ausschnitt im Kleid(ungsstück). Insofern ist eine Aussage wie Sie hat ein schönes Dekolleté nicht ganz treffend; korrekter wäre Ihr Kleid hat ein schönes Dekolleté. Im Duden wird allerdings der Push-up-BH als »ein üppiges Dekolleté formender BH« beschrieben, was so gar nicht zum Kleidungsausschnitt passen mag. Offensichtlich sind wir inmitten eines semantischen Wandels bzw. neben dem ›Ausschnitt‹ kommt eine weitere Bedeutung zu: die ›Hautpartie‹. Wenn es kalt wird, spielt diese Feinheit aber ohnehin keine Rolle – dann wird beides mit einem Schal bedeckt. Doch kommen wir endlich zur Schreibung, der allerdings das Atemberaubende fehlt, da man hier – anders als bei einem übermäßigen Dekolleté – kaum etwas falsch machen kann: Neben Dekolleté ist auch Dekolletee zulässig und in der Schweiz – ganz ohne Anpassung der Schreibweise – auch Décolleté. (16.09.2019)

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Etienne Morel et al. beschäftigen sich in der Networx Nr. 85 mit dem Thema »Orthographie in WhatsApp & Co. Eine Untersuchung zum Normbewusstsein in der mobilen schriftbasierten Kommunikation«. mehr

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Orthographie in WhatsApp & Co. Eine Untersuchung zum Normbewusstsein in der mobilen schriftbasierten Kommunikation

Die vorliegende Untersuchung, die im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts «What’s up Switzerland» durchgeführt wurde, geht der Frage nach, wie sich Nutzer im Hinblick auf Abweichungen von der Standardorthographie positionieren. Auf Basis einer online realisierten Umfrage wird ermittelt, ob Einschätzungen über Normabweichungen vom medialen Kontext (z.B. mobile Nachrichtendienste oder Postings auf Facebook[]), vom Alter der Teilnehmenden oder von der verwendeten Sprache abhängen. Die Studie zeigt auf, dass die Fehlertoleranz erwartungsgemäss mit höherem Öffentlichkeitscharakter und höherem Grad and Formalität sinkt. Darüber hinaus sind aber auch je nach Alter und je nach Erstsprache unterschiedliche Haltungen in Bezug auf das Einhalten orthographischer Normen erkennbar. Hierbei scheinen vor allem sprachspezifische Unterschiede eine Rolle zu spielen, da Sprecher der romanischen Sprachen Französisch und des Italienisch besonders hohe Erwartungen an die Einhaltung orthographischer Normen zu haben scheinen. Diese erhöhte Normsensibilität wird auch in einem intensiven Selbst- und Fremdkorrekturverhalten reflektiert, wobei gerade auch jüngere Teilnehmende besonders aktiv sind. Insgesamt zeigt die Studie auf, dass die mobile schriftbasierte Kommunikation entgegen einer weitverbreiteten Meinung nicht zwingend eine höhere Toleranz gegenüber normvernachlässigender Schriftlichkeit mit sich bringt. mehr

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Literatur

Neue Publikationen zum Thema

Morel, EtienneSilvia Natale (2019). »Orthographie in WhatsApp & Co. Eine Untersuchung zum Normbewusstsein in der mobilen schriftbasierten Kommunikation«. Nr. 85 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar

Lanwer, Jens Philipp (2019). »Erzählen im virtuellen Interaktionsraum«. Nr. 84 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar

Ewels, Andrea-EvaPeter Schlobinskim (Hg., 2018). Leichte und fair-ständliche Sprache. (= Der Deutschunterricht, Nr. 5). mehr


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