Aus der Presse

Programmieren ohne Programmiersprache

Neue pädagogische Angebote für Manager

Nur mit der Maus und graphischen Bauklötzen Computerprogramme zusammenstellen ohne eine Zeile Code zu schreiben? – Über 200 solcher Low-Code-Baukästen soll es schon auf dem Markt geben. Klassische pädagogische Einführungen in die Kunst des Programmierens sind zum Beispiel Logo und Turtle-Grafik. Logo ist von Lisp beeinflusst und bringt wichtige Konzepte wie Rekursion[] und Listenverarbeitung mit. (Die Ausprägung dieser Fähigkeiten unterscheidet den Menschen von intelligenten Affen, Chomsky et al. 2002: The evolution of the language faculty.) Bildungsziele scheinen die aktuellen Low-Code-Werkzeuge jedoch keine zu verfolgen. Sie richten sich auch nicht an Kinder, sondern an Manager. Kritisch fragt ein Leser in der Diskussion: »Warum Programmierer ersetzen? Low Management wäre einfacher und günstiger, denn dazu braucht man keine extra Tools.« Ein anderer bringt eine programmiersprachliche Parallele zur FLN (faculty of language in the narrow sense) ins Spiel: »Bei dem mistigen Bloat, den man manchmal präsentiert bekommt, … reicht wohl auch eine Horde dressierter Affen.« [01.08.2019, 12:24 Uhr, Quelle: Low Code: Brauchen wir bald keine Programmierer mehr?]

Chomsky/Fitch/Hauser 2002: The Faculty of Language: What Is It, Who Has It, and How Did It Evolve? (extern, PDF)

Manu Raster

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