Digitale Kommunikation

Seit 2015 geht der Name Alexa deutlich zurück

Seit Amazon sein Sprachassistenzsystem namens Alexa auf den Markt gebracht hat und seit 2016 auch in Deutschland verkauft, nennen immer weniger ihre Kinder Alexa.

Populär war der Name Alexa, die Kurzform des weiblichen Vornamens Alexandra, in Deutschland noch nie. Stand Alexa in der Statistik der Gesellschaft für deutsche Sprache 2013 und 2014 auf dem ohnehin abgeschlagenen Platz 218, so ist die Popularität in den Folgejahren dennoch stark zurückgegangen: 2015 fiel Alexa auf Rang 225, 2016 auf Rang 264 und 2017 auf den Platz 287. Hier zeigt sich eine ähnliche Entwicklung wie in den USA (s. Grafiken).

Babies named Alexa (USA) - zum Vergrößern klicken

Abb. 1: Namenwahl Alexa in den USA (2008–2017)
 

Babies named Alexa (Germany) - zum Vergrößern klicken

Abb. 2: Namenwahl Alexa in Deutschland (2013–2017)

Der Business Insider sieht einen Zusammenhang zwischen der Erfolgsstory von Amazons Sprachassistentin Alexa und der Popularität des Vornamens: »Fewer Americans – in fact, far fewer – are naming their babies Alexa since the first release of the Amazon Echo in 2015.« Und auch die Daten in Deutschland zeigen, dass mit der Einführung des Assistenzsystems und insbesondere mit seinem Verkauf in Deutschland im Jahre 2016 ein Einbruch bei der Namenwahl Alexa zu beobachten ist. Zufall? Die Frage lässt sich erst beantworten, wenn die Zahl an digitalen Assistenten zugenommen und die Namenwahl auf für Menschen übliche Vornamen fällt – populär sind neben Alexa hauptsächlich technische wie Bixby (Samsung), Cortana[] (Microsoft) oder Siri[] (Apple). Wollen wir hoffen, dass ein Anbieter sein System nicht Sophie (gr. sophia ›Weisheit‹) nennt, denn dieser Name steht auf der GfdS-Rangliste auf Platz 2.

Quellen

Business Insider. https://www.businessinsider.de/[...].

Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS). Vornamenberatung.


Peter Schlobinski

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