Aus der Presse

WHO stuft Computerspielsucht offiziell als Krankheit ein

Erstmals will die Weltgesundheitsorganisation das exzessive Computerspielen als Krankheit einstufen: Die Entscheidung könnte die in vielen Titeln kritisierten Mikrotransaktionen beeinflussen.

»Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Vorabversion ihrer global verwendeten Klassifikation von Krankheiten veröffentlicht. Darin ist erstmals von einer ›Gaming-Disorder‹ (Spielstörung) zu lesen, und zwar in der Kategorie »Störungen auf Basis suchtartigen Verhaltens«, gemeinsam mit der schon länger geführten »Gambling-Disorder« (Glücksspielstörung, etwa an Automaten oder im Casino). Die Spielstörung wird definiert als »Muster anhaltenden oder wiederkehrenden Spielverhaltens« mit einer gleichzeitig »beeinträchtigten Kontrolle von Häufigkeit, Intensität oder Dauer« sowie der ›Fortsetzung von Spielen trotz des Auftretens von negativen Folgen‹. Gleichzeitig müsse das Verhaltensmuster ›in persönlichen, familiären, sozialen, erzieherischen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen zu erheblichen Beeinträchtigungen« führen – und zwar über einen »Zeitraum von mindestens zwölf Monaten‹. Diese Definition soll so in der elften Fassung der International Classification of Diseases (ICD-11) stehen, die im Sommer 2018 offiziell verabschiedet wird.« [30.12.2017, 09:23 Uhr, Quelle: t3n [P. Steinlechner]]

Peter Schlobinski

Ähnliche Nachrichten
Ex-News

News: Archiv

Sie suchen etwas Bestimmtes? Dann finden Sie es vielleicht in unserem Archiv. Stöbern Sie in 6358 Nachrichten oder durchsuchen Sie sie:

RSS2.0

News: Feed

Bleiben Sie immer kurz und aktuell auf dem Laufenden – mit den RSS-Feeds von mediensprache.net. mehr

Ihre Meinung

Kommentare zu dieser Seite