Aus der Presse

Seltsamer Fall von Wortfindungsstörung

Ein Patient mit ungewöhnlicher Schwäche für Farbnamen bringt Licht in ein altes Rätsel: Erkennen wir Farben nur deshalb in Kategorien wie Rot und Blau, weil die Sprache uns diese Kategorien vorgibt?

»Wenn wir einen Blauton sehen, stecken wir ihn in die Kategorie Blau. Doch für deren Grenzen gibt es keine schlüssige Begründung, außer der Konvention, dass wir einen bestimmten Teil des Farbspektrums als »blau« bezeichnen. Eine verbreitete Theorie lautet, dass diese Kategorisierung vom Sprachkortex in der linken Hirnhälfte »top-down« erfolgt. Aber würden wir unsere Farbeindrücke auch dann in die bekannten Kategorien unterteilen, wenn wir sie nicht sprachlich unterscheiden könnten? Genau dafür spricht eine Fallstudie, die jetzt in der Zeitschrift ›Cell Reports‹ erschienen ist: Sie schildert Experimente mit einem Schlaganfallpatienten, der Farbtöne zwar korrekt kategorisieren, die Kategorien aber nicht mehr benennen kann.« [05.09.2019, 09:16 Uhr, Quelle: Spektrum der Wissenschaft [Christiane Gelitz]]

Color Categorization Independent of Color Naming (extern)

Peter Schlobinski

Ähnliche Nachrichten
Ex-News

News: Archiv

Sie suchen etwas Bestimmtes? Dann finden Sie es vielleicht in unserem Archiv. Stöbern Sie in 6889 Nachrichten oder durchsuchen Sie sie:

RSS2.0

News: Feed

Bleiben Sie immer kurz und aktuell auf dem Laufenden – mit den RSS-Feeds von mediensprache.net. mehr

Ihre Meinung

Kommentare zu dieser Seite