Aus der Presse

Der kluge Hans und seine Schulmeister

Wärmebilder bringen Licht ins Dunkel

Ähnlich wie der Besitzer des rechnenden Pferdes Kluger Hans wissen auch heutige Schulmeister höherer und höchster Lehranstalten oft nicht, wie ihre Intelligenzsimulationen eigentlich funktionieren. Sie haben die Kontrolle über ihre Daten verloren. Der Umstand, daß die Heuhaufen zu groß seien, um sich im Detail damit zu beschäftigen, ist Entschuldigung und Werbung zugleich: Big Data[]. In den Geisteswissenschaften ist es schwieriger, Aussagen über Texte zu machen, die man nicht gelesen, sondern nur ihre Wörter gezählt und kombinatorisch verglichen hat. Eine solche Vorgehensweise wäre unphilologisch, eine nicht ernst zu nehmende Spielerei. Um wenigstens im Nachhinein etwas Licht in die dunklen Modelle des Deep Learnings zu bringen, wurde nun eine Methode vorgestellt, die mit Wärmebildern zeigt, welche Details die Statistik stärker beschäftigten als andere. Zum Beispiel fand ein aktuelles KI-Bilderkennungsmodell bei der Erkennung eines Zuges vor allem gerade verlaufende Gleise relevant, aber nicht den Zug selber oder die Oberleitungen. [13.03.2019, 10:46 Uhr, Quelle: TU Berlin; Foto: CC-BY, Nature Communications, CC0]

Kluger Hans (extern)

Manu Raster

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