Aus der Presse

Jeder dritte Smartphone-Nutzer hat Schadsoftware

Als häufigste Schutzmaßnahmen dienen die SIM-Karten-Sperre und die Lokalisierungsfunktion.

Daten, exzessive Werbung oder verschlüsselte Geräte: Schadprogramme[] auf Smartphones sind für viele Nutzer ein Problem. Mehr als jeder dritte Smartphone-Nutzer (35 Prozent) wurde in den vergangenen 12 Monaten Opfer von bösartiger Software. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom[] unter 1.021 Smartphone-Nutzern in Deutschland. »Bösartige Software versteckt sich häufig in scheinbar harmlosen Apps«, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. »Bei der Installation dieser Apps infiziert sie dann automatisch das Smartphone.« Gut sechs von zehn Smartphone-Nutzern (63 Prozent) waren in den zurückliegenden Monaten hingegen nicht betroffen. Um das eigene Smartphone zu schützen, setzen Verbraucher auf unterschiedliche Sicherheitsmaßnahmen. Drei Viertel (76 Prozent) haben einen SIM-Karten[]-Schutz aktiviert, der das Smartphone sperrt, sobald die SIM-Karte entfernt wird. Über die Hälfte (53 Prozent) hat eine Lokalisierungsfunktion aktiviert, mit der ein verlorenes Gerät wieder aufgespürt[] werden kann. Vier von zehn Nutzern (40 Prozent) haben ein Virenschutzprogramm installiert und gut ein Drittel (34 Prozent) erstellt regelmäßig Backups der Smartphone-Daten in der Cloud[] oder auf dem privaten Computer. Nur 3 Prozent nutzen überhaupt keine Sicherheitsdienste. Um den Smartphone-Bildschirm zu sperren, setzen viele mittlerweile auf biometrische Daten: Per Fingerabdruck sichert gut ein Drittel (35 Prozent) den Handy-Bildschirm, 4 Prozent sperren über die Gesichtserkennung des Geräts. Erst 2 Prozent der Smartphone-Nutzer tun dies über einen Iris-Scanner. Klassisch per Code oder PIN sperren fast zwei Drittel (64 Prozent) den Bildschirm, vier von zehn (41 Prozent) nutzen dafür ein Muster. »Einfache Vorsichtsmaßnahmen wie die Bildschirmsperre sollte jeder Nutzer anwenden«, so Dehmel. [05.11.2018, 17:15 Uhr, Quelle: Bitkom; Foto: Bitkom 2018, CC0]

Torsten Siever

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