Aus der Presse

E-Government-Nutzung rückläufig

Kaum zu glauben, aber verständlich: Seit 2012 ist die Nutzung von 45 auf 40 Prozent zurückgegangen – Ursache ist die Bürokratie.

Die Bürger sind E-Government-müde. Das geht aus dem neuen E-Government-Monitor der Initiative D21 und Fortiss hervor. Nach Angaben des Magazins Focus nutzen 40 Prozent der Bevölkerung digitale Behördendienste wie den E-Personalausweis oder die Steuererklärung per Elster. Das ist ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr und fünf weniger als noch 2012. Die Autoren der Studie sehen als Ursache die geringe Bekanntheit und mangelnde Nutzerfreundlichkeit von digitalen Verwaltungsangeboten. »Die staatlichen Online-Angebote halten nicht Schritt mit den aus dem privaten Umfeld bekannten Diensten«, sagt Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21. »Hier sind Politik und Verwaltung gefordert, den Menschen einen echten Mehrwert zu liefern.« Vieles ist auch schlicht noch nicht möglich: Wer einen ausländischen Familienangehörigen für 90 Tage nach Deutschland einladen will, kann dies nicht online erledigen. Für die notwendige Verpflichtungserklärung muss man persönlich beim Bürgeramt erscheinen, die Verdienstbescheinigung kann nicht hochgeladen werden. Zudem sind die Hürden teils hoch: Die eID-Funktion etwa haben 630.000 Bürger eingerichtet, doch nur 500-mal wurde sie genutzt: Wer hat schon einen Kartenleser am PC oder weiß, dass man auch ein Smartphone/Tablet[] (zurzeit nur Android) nutzen kann. Die Wirtschaft ist insgesamt weiter: Bei der Techniker Krankenkasse lassen sich beispielsweise Krankschreibungen per Browser oder App übertragen. [04.11.2018, 17:22 Uhr, Quelle: Golem.de; Foto: Bund, CC0]

AusweisApp für den ePersonal (extern)

Torsten Siever

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