Aus der Presse

Universalien der Intonation bei Singvögeln und Menschen

Studien von Vogelkundlern der McGill Universität in Montreal liefern neue Indizien dafürn. dass die Universalien der Intonation in neurobiologischen Prozessen verwurzelt sind, die in einer Vielzahl von Tieren vorkommen.

»In umfangreichen Untersuchungen von Zebrafinkenliedern haben Vogelkundler eine Vielzahl von Lautmustern dokumentiert, die in allen Zebrafinkenpopulationen vorkommen. [...] Um eine biologische Prädisposition sichtbar zu machen, unterrichteten James und Sakata individuell junge Zebrafinken mit Liedern, die aus einer Sequenz von fünf akustischen Elementen in jeder möglichen Reihenfolge bestanden. Die Vögel wurden jeder Sequenzpermutation gleich häufig und in zufälliger Reihenfolge ausgesetzt. Jeder Zebrafink musste daher individuell ›auswählen‹, welche Sequenzen er aus diesem ›Vogelgesangbuffet‹ produzieren sollte. Am Ende waren die Gesänge, die die im Labor groß gezogenen Vögel sangen, denen, die in natürlichen Zebrafinkenpopulationen beobachtet wurden, sehr ähnlich. [...] Andere Klänge erschienen viel wahrscheinlicher am Anfang oder in der Mitte des Liedes; zum Beispiel wurden kurze und hohe Vokalisationen eher in der Mitte des Liedes produziert als am Anfang oder Ende des Liedes. Dies entspricht Mustern, die in verschiedenen Sprachen beobachtet werden, und in der Musik, bei der Klänge am Ende von Phrasen tendenziell länger und in der Tonhöhe niedriger sind als Klänge in der Mitte.« [27.12.2017, 09:54 Uhr, Quelle: Spektrum der Wissenschaft [J. Dramiga]]

Peter Schlobinski

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