Mediensprache

ShortOrth: Fremd- und Lehnwörter

Wörter, die ganz oder teilweise aus anderen Sprachen übernommen worden sind, weisen oft eine andere Laut-Buchstaben-Zuordnung auf als dem Ursprung nach deutsche Wörter. Meist abhängig von der Häufigkeit ihres Gebrauchs, können sie sich mehr oder weniger schnell an die deutsche Schreibung anpassen. Die Neuregelung lässt eine solche Anpassung bei mehr Fremd- und Lehnwörtern als die alte Rechtschreibung zu. Die alte Schreibweise ist aber weiterhin möglich, und der Schreibende kann wählen, welche er bevorzugt. Von der Neuregelung betroffen ist dabei meist nur die Alltagssprache, Fachausdrücke haben sich in der Regel nicht geändert.

altneu
1) ä kann ai ersetzen
Mayonnaiseauch: Majose
2) ee kann é, ée ersetzen
Exposéauch: Exposee§ 20
3) k kann qu ersetzen
Kommuniquéauch: Kommunikee
4) f, t, r kann in einigen Wörtern ph, th, rh ersetzen
Delphinauch: Delfin
Thunfischauch: Tunfisch
Pantherauch: Panter
Katarrhauch: Katarr
5) g kann in einigen Wörtern gh ersetzen
Spaghettiauch: Spagetti
Joghurtauch: Jogurt
6) ss kann c ersetzen
Facetteauch: Fassette
7) sch kann ch ersetzen
Ketchupauch: Ketschup
Chicoréeauch: Schikoree
8) j kann y ersetzen
Mayonnaiseauch: Majose
9) z kann (vor i + Vokal) t ersetzen (vgl. 3)
potentiellauch: potenziell (zu Potenz)
substantiellauch: substanziell (zu Substanz)§ 32
 
außerdem
Portemonnaieauch: Portmonnee

 

!!! Die Nachrichtenagenturen haben diese kann-Regel nur teilweise übernommen. Demnach werden Wörter aus lebenden Sprachen nicht eingedeutscht. Lediglich die unter 9) und teilweise die unter 4) angeführten Schreibungen werden angewandt.

Wörter aus dem Englischen mit Endung -y, die dort den Plural -ies haben, erhalten im Plural ein -s.

altneu§ 21
BabiesBabys
LadiesLadys
PartiesPartys
 
aber
Wörter, die schon im Singular die Endung -ie haben, werden auch im Plural mit -ie geschrieben: Oldie, Oldies.

Olaf Krause

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