Lexikon

Wörterbuch zu Medien/Technik

Es konnten insgesamt folgende 55 Einträge zu dem von Ihnen gewählten Wortanfang d gefunden werden:

DAB, Abk. f. Digital Audio Broadcasting, wird oft als Digital-Radio beworben. Darunter versteht man einen Standard für die digitale Übertragung von Rundfunksendungen. Die genaue Spezifikation ist unter dem Code EN300401 online bei der europäischen Standardisierungsorganisation ETSI einsehbar. (von Torsten Siever)

Daemon, Abk. f. ,Disk And Execution Monitor', d.h. nicht interaktive Programme, die bestimmte Funktionen eines Systems übernehmen. Diese werden entweder durch ,Ereignisse' ausgelöst, wie der Zugriff auf eine Ressource, wie z.B. ein News Server, Telnet oder FTP-Server, die nicht ständig benötigt werden, oder die Spezialaufgaben wie die Verwaltung einer Datenbank übernehmen, auf die nur über Client-Programme zugegriffen werden kann.

Darknet, in der Regel verschlüsseltes Peer-to-Peer-Netzwerk, dessen Teilnehmer ihre Verbindungen untereinander manuell herstellen, was mit einer höheren Sicherheit einhergeht und die gezielte Einladung neuer Teilnehmer verlangt. (von Torsten Siever)
s. auch → P2P

Darknet, Netzwerk mit einem hohen Maß an Sicherheit, auf das Dritte oftmals nicht ohne Einladung oder Zulassung zugreifen können; die Daten werden oft verschlüsselt übertragen. (von Torsten Siever)

DARPA, Abk. f. Defense Advanced Research Projects Agency. Nachfolger der ARPA.
s. auch → ARPA

Data Mining, in der Informatik entstandener Mode-Ausdruck für die Sammlung und Auswertung großer Mengen von Daten.

Data Warehouse, 1. engl. für Datenlager. Damit wird der gesamte nutzbare Datenbestand einer Firma oder Verwaltung bezeichnet, auf den nach einem einheitlichen Verfahren zugegriffen werden kann. Dies setzt ein unternehmensweites Informationsmanagement voraus. 2. Eine Sammlung von Datenobjekten, die zur Verteilung über eine Gruppe gesammelt und inventarisiert wurden. Das Data Warehouse enthält extrahierte, transformierte, aggregierte und verdichtete Informationen aus heterogenen Datenquellen und ist die Informationsbasis für Abfragen, Auswertungen und Analysen.

Datagramm, Datenpaket, das ohne weitere Verbindungssicherung zwischen zwei Endpunkten aus in sich geschlossene Dateneinheit verschickt wird.

Dateiformat, ein Bild kann in verschiedenen Datenstrukturen - Dateiformaten - abgespeichert werden, so etwa in TIFF, EPS oder Jpeg. Ein Programm muss eine Importfunktion für das jeweilige Format besitzen, um es öffnen zu können.

Daten-Agent, auch als Data-Agents oder Software-Roboter bezeichnet. Eine neue Generation von Computer-Programmen, die autonome Entscheidungen treffen können. Eingesetzt werden sie, um dem Menschen bei der Arbeit am Computer und im Netz zu helfen: Sie suchen nach Informationen im Netz, verabreden Termine, kaufen ein, sortieren ankommende Nachrichten, buchen Reisen etc.
s. auch → Agent

Datenautobahn, Netz, über das sehr große Datenmengen transportiert werden können (Übersetzung von Information Highway).

Datenkompression, die Reduktion des Datenumfangs mit Hilfe spezieller mathematischer Verfahren, die es ermöglichen, die Information so zu reduzieren, dass bei wesentlich geringerem Speicherbedarf immer noch alle Daten vorliegen. Um die ursprüngliche Form wiederherzustellen, müssen sie wieder dekomprimiert werden.

DAU, Abk. f. Dümmster anzunehmender User.
s. auch → HAU

Dauerwerbung, alle Außenwerbemaßnahmen, die über einen längeren Zeitraum geschaltet werden, werden als Dauerwerbung bezeichnet. Dazu gehören u.a.: Dauerhafte Werbung an Giebeln, Fassaden, Dächern usw., Neon- und Lichtwerbung sowie die Fahrzeug-Außenwerbung.

Day-After-Recall-Test, telefonische Befragung einiger Zielpersonen am Tag nach der Ausstrahlung der betreffenden Werbung, um eine Rückmeldung zu erhalten. Gehört zu den On-Air-Testverfahren.

DDoS, DDoS ist das Kurzwort zu ,Distributed Denial of Service' und bezeichnet die systematische Verhinderung der Nutzung einer Ressource durch ihre rechtmäßigen Anwender. Oft sind DDoS-Attacken gegen Firmen gerichtet, die gegen etablierte Verhaltensregeln verstoßen.

Debugger, Software-Anwendung, mit der man Anwendungen zur Fehlerermittlung Schritt für Schritt ausführen kann, wobei bei jedem Einzelschritt alle internen Zustände und Variablen der geprüften Anwendung auf Korrektheit hin überprüft werden können.

Découpage classique, meint einen ,klassischen Hollywood-Stil', der sich insbesondere durch seine flüssige Narration auszeichnet. Der Begriff stammt aus der französischen Filmkritik.
s. auch → Continuity Editing

Del.icio.us, bietet Social Bookmarks an - dort können (sowei auch bei furl, searchfox, technorati oder spurl) Bookmarks bzw. Lesezeichen mit anderen gestauscht oder geteilt werden.
s. auch → Social Bookmarking, → Tagging

DeNIC, Abk. f. ,Deutsches Network Information Center', die Verwaltungsstelle deutscher Domainnamen.

DFÜ, Abk. f. Datenfernübertragung, d.h. Austausch zwischen entfernten Computern z.B. mittels Modem.

DHCP, Abk. f. ,Dynamic Host Configuration Protocol', d.h. die dynamische Zuweisung einer IP-Adresse an einen Rechner bei dessen Start, nützlich vor allem dort, wo viele Maschinen nur kurzzeitig angeschaltet sind oder nur kurzzeitig eine IP-Adresse benötigen [z.B. Home Computer].

DHTML, steht für dynamic HTML und umfasst dabei Erweiterungen von HTML z.B. mit Script-Sprachen.

Dialer, Software, die z.B. eine Einwahlverbindung (Dial-In) über einen ISP zum Internet aufbaut. Das Programm beinhaltet dabei alle notwendigen Daten wie z.B. Zugangsdaten usw. und erfordert für den Verbindungsaufbau keine einmalige manuelle Konfiguration z.B. des DFÜ-Netzwerkes. Einige Dialer stellen vom Benutzer (fast) unbemerkt beim Aufruf nach dem Download eine teure Verbindung über eine 0190er bzw. 0900er Nummer zu einem teuren Tarif her, womit die Bezahlung des Services an den Betreiber realisiert werden soll. Als Sonderform eines Dialers gibt es den LCR, der vermeintlich jeweils über den günstigsten Anbieter zu niedrigsten Kosten die Einwahl übernimmt.

Digest, eine Art Zeitschrift aus mehreren Artikeln mit vorangestelltem Inhaltsverzeichnis; wird meistens von einem Moderator erstellt. Das Inhaltsverzeichnis kann von manchen Newsreadern (z.B. bei Google) automatisch ausgewertet werden.

DIGI, Abk. f. Deutsche Interessen Gemeinschaft Internet e.V., dessen Zweck es ist, den Informationsaustausch zwischen Gruppen von Betreibern und Benutzern von Netzen zu fördern. Die DIGI e.V. ist z.B. Veranstalter der Opennet, einer jährlich stattfindenden Tagung über internetspezifische Themen.

Digital Divide (auch: Digitale Kluft, Digitale Spaltung), Unter Digital Divide versteht man die Tatsache, dass nicht alle Menschen dieselben Chancen auf einen Internetzugang haben. Diese Chance wiederum ist abhängig von sozialen Faktoren. Es kann unterschieden werden zwischen einem globalen Digital Divide, d. h. Diskrepanzen zwischen südlichen und nördlichen, bzw. auch westlichen Ländern und einer digitalen Spaltung innerhalb einer Gesellschaft, beispielsweise in einem europäischen Land. Hierbei spielen Aspekte wie Bildungsgrad, Alter oder auch Einkommen, verbunden mit der Möglichkeit, sich einen Breitbandanschluss lei (von Christina Margrit Siever)

Literatur: einsehen

digitale Signatur, mit einer Public-Key-Verschlüsselung kann ein Autor seine Werke unterschreiben. Jedermann kann mit dem öffentlichem Schlüssel des Autors die Echtheit von Werk und Unterschrift prüfen. Leider wird diese Prüfung von Gerichten noch nicht als Beweismittel anerkannt.
s. auch → Signature

Digitaler Fingerabdruck, Kombination aus Merkmalen mit dem Nutzer identifiziert werden können, z.B. zu Tracking-Zwecken. Zu den Merkmalen gehören Daten wie Browser, Browsereinstellungen, aktivierte und deaktivierte Plug-ins, installierte Schriftarten, "Canvas"-Resultate und vieles mehr. (von Torsten Siever)
s. auch → Canvas-Fingerprinting, → Tracking

Direct-Response TV (DRTV), ein Werbespot von ca. 60 bis 120 Sekunden Länge. Mittels eines Präsentators wird versucht, den Zuschauer dazu zu bewegen, das beworbene Produkt über eine eingeblendete Rufnummer direkt zu bestellen.
s. auch → TV-Direktmarketing

Direct-Response-Marketing, uneinheitlich verwendeter Begriff für das Direktmarketing. Nach Ausstrahlung der Werbung in Massenmedien wird ein persönlicher Kontakt zur Response hergestellt.
s. auch → Direktwerbung

Direktwerbung, umfasst alle Werbemaßnahmen, die den Kunden direkt, persönlich und schriftlich erreichen und ihn zur Response animieren sollen; z.B. Werbebriefe, Postkarten, Versandumschläge.
s. auch → TV-Direktmarketing

DMB, Abk. f. Digital Multimedia Broadcasting. Bei diesem Übertragungsstandard handelt es sich um eine auf DAB (Digital Audio Broadcasting) aufbauende Erweiterung. Sie ist speziell darauf ausgerichtet, bewegte Bilder auf sich schnell bewegende Empfänger zu übertragen. Bei diesem sogenannten "Handy-TV" erfolgt die Videocodierung im Standard MPEG-4. (von Torsten Siever)
s. auch → DAB, → MPEG

DNS, Abk. f. Domain Name System; Übertragung der IP-Adressen in Namen (130.75.155.6 = www.mediensprache.net) und umgekehrt.
s. auch → IP-Adresse

DNS-Spoofing, Sicherheitsrisiko in IP-Netzen: Mit einem Trick ist es möglich, dass die Antwort auf eine DNS-Anfrage von einem Angreifer vorgetäuscht wird. Für eine Zugangskontrolle oder eine Authentifizierung sollte daher keine DNS-Abfrage eingesetzt werden.

doc, [.doc] steht dabei für ,Document' und benennt normale Textformate.

DOI, Abk. f. Digital Object Identifier. Dient dem langfristigen Auffinden von Online-Dokumenten.
s. auch → Persistent Identifier

Domain, einprägsamerer Name eines Computers im Internet als die IP-Adresse. Im Gegensatz zu dieser kann der Domain-Name frei gewählt werden, muss aber ebenfalls einmalig sein. Gültige Zeichen sind Buchstaben aus dem 7-Bit-ASCII-Zeichensatz und Zahlen. Der rechte Teil der Domain ist die Top-Level-Domain (TLD), z.B. .de, .com, .net. Links daneben folgt die Second-Level-Domain oder einfach Domain, z.B. ein Firmen- oder Stadtname. Möglich sind links weitere mit einem Punkt abgetrennte Textfolgen, die Subdomains genannt werden.

Domain grabbing, siehe Cybersquatter.
s. auch → Cybersquatter

Domain-Hosting, die (dauerhafte) Konnektierung der Domain (nach erfolgreicher Domain-Registrierung oder erfolgreichem KK-Antrag) auf ein Web. Die Domain kann dabei auf ein Web-Hosting/Shared-Hosting, Server-Hosting, Server-Hosting Angebot (realisiert über einen ISP bzw. Hoster) verweisen.

Domain-Transfer, bezeichnet i.d.R. den Wechsel des Hosters (ISP), bei dem technisch der Domain eine neue IP-Adresse zugewiesen wird und geänderte Eintragungen im DNS vorzunehmen sind. Ein Domain-Transfer wird mit einem KK-Antrag (Konnektivitätskoordinations-Antrag) eingeleitet.

DoS, Kurzwort für Denial of Service, Nichtverfügbarkeit eines Dienstes, der nach Vorstellung des Betreibers verfügbar sein sollte; oftmals Folge mutwilliger Attacken seitens Dritter. (von Torsten Siever)

dot, Mit .dot (für ,Document Template') enden gespeicherte Vorlagen für Word-Dokumente.

Dotcom, abgeleitet von der Top-Level-Domain (.com), die sehr früh von Internet-Unternehmen verwendet worden ist (engl. dot 'Punkt').

Download, bezeichnet das Herunterladen von Daten, z.B. einer WWW-Seite oder eines Programms. Das Gegenteil, also das Speichern einer Datei auf einem entfernten Rechner über das Netz wird als Upload bezeichnet (i.d.R. bei einem FTP-Server)

Downstream, beschreibt den Rückkanal zum Netzwerk, also die Richtung bzw. den Weg vom Netzwerk (z.B. Internet) zum Endgerät (Client) des Nutzers z.B. bei DSL.

Drag and Drop, (engl. f. ziehen und ablegen). Bezeichnet eine Technik, bei der Sie mit gedrückter Maustaste ein Programm- oder Dateisymbol oder auch einen markierten Textausschnitt an eine andere Stelle ziehen können (Drag). Wenn Sie die Maustaste wieder loslassen, wird der Bereich an der gewünschten Stelle 'fallen gelassen' (Drop).

Dronie, Selfie aus der Luft mittels einer Drohne. (von Peter Schlobinski)

Dropbox, Freemium-Dienst, mit welchem sich Ordner und Dateien auf verschiedenen Computern synchronisieren lassen. Die Daten werden auf einem Server abgelegt und können mit anderen Nutzern geteilt und gemeinsam bearbeitet werden (Cloud Computing). (von Christina Margrit Siever)
s. auch → Cloud, → Freemium

Drop-Down-Feld, Listenfeld (z.B. in Anwendungssoftware), dass die Möglichkeit zur Auswahl mehrerer vorgegebener Optionen anbietet. Ein solches Feld ist daran zu erkennen, dass rechts ein kleiner Pfeil sichtbar ist. Durch Klick (Mausklick) auf diesen Pfeil klappt eine Liste mit allen Auswahlmöglichkeiten auf und der gewünschte Punkt kann ausgewählt/markiert werden.

DSL, Kurzwort f. Digital Subscriber Line, kabelgebundenes schnelles Surfen im Internet. Dabei wird zwar immer noch die Telefonleitung verwendet, allerdings werden Sprachdaten und Datenverkehr getrennt (mit dem so genannten Splitter). Mit einem Router und handelsüblichen Netzwerkkarten können mehrere Personen einen DSL-Zugang nutzen.

DTD, Abk. f. ,Document-Type-Definition', die allen dem SGML-Standard entsprechenden vorangehende sollte. Auch HTML ist ein Sub-Standard der SGML. Mit einer DTD wird die Syntax und Semantik der Auszeichnungssprache für diesen Dokumenttyp festgelegt. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, für jede neue Auszeichnungssprache einen neuen Parser schreiben zu müssen.

DVB-H, Abk. f. Digital Video Broadcasting - Handhelds. Auf DVB-T basierender Übertragungsstandard, mit dem digitale Rundfunkprogramme (Fernsehen, Radio) auf mobilen Endgeräten wie Handys empfangen werden kann. Veraltete Bezeichnungen: DVB-M (für Mobile) und DVB-X.
s. auch → DVB-T

DVB-T, Abk. f. Digital Video Broadcast - Terrestrial. Eine terrestrische (erdgebundene) Variante von DVB, die in Europa und anderen Staaten als Standard für die Übertragung von digitalem Fernsehen und Hörfunk per Antenne verwendet wird.

dynamische IP-Adresse, beim Internetzugang über einen ISP ist dies das gängige praktizierte Verfahren eines Sharings von IP-Adressen. D. h. bei Einwahl über einen ISP wird beim LogOn dem Client (eingewählter Rechner) durch das DHCP automatisch eine freie IP-Adresse des ISP dynamisch (temporär) zugeordnet. Damit wird der Client während der online-Zeit ein Server des Internet. Nach dem LogOff (bzw. Beenden der Verbindung) ist diese IP-Adresse wieder verfügbar und wird einer anderen vom ISP vermittelten Verbindung zugeordnet.

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