NEUAus der Presse

Werbeblocker zulässig

Unerwünschte Werbung im Netz darf in Deutschland nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs auch weiterhin automatisch unterdrückt werden.

»Der Einsatz von Werbeblockern ist nicht wettbewerbswidrig, wie der deutsche BGH in einem am Donnerstag in Karlsruhe verkündeten Urteil entschied. Verlage finanzieren ihre kostenlosen Online-Zeitungen mit Werbeeinnahmen und sehen in Werbeblockern eine Gefahr für ihr Geschäftsmodell. Damit scheiterte die Klage des Axel Springer Verlags gegen den Vertreiber des Werbeblockers AdBlock Plus, die Eyeo GmbH. Das Programm unterdrückt automatisch Werbung, die von den Filterregeln erfasst wird und in einer sogenannten Blacklist enthalten ist. Unternehmen können sich von dieser Blockade aber freikaufen und ihre Werbung gegen Entgelt in eine sogenannte Whitelist aufnehmen lassen – falls diese Werbung verschiedene Anforderungen erfüllt und Eyeo am Umsatz der Werbung beteiligt wird.« [heute 07:17 ps; Quelle: futurezone]

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20 Jahremediensprache.net

Studie: Emojis verdrängen Emoticons

Nutzungsmotiv Sprachnachrichten Emojis und Sprachnachrichten liegen voll im Trend, allerdings mit geringen geschlechtsspezifischen Nutzungsmotiven – dies sind drei Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von forsa im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und des Portals mediensprache.net. Die Studie mit einigen Infografiken ist kostenlos verfügbar als Networx 80.

Eine Zusammenfassung zentraler Ergebnisse finden Sie hier.

NEUOrthografie

Tipp: Hochspannung pur
Fotobeweis

Hoch spannend mögen Bücher, Filme und Physik sein – die physikalische Spannung ist es für die meisten eher nicht. In der Physik ist lediglich das Substantiv Hochspannung üblich, das abgeleitete Adjektiv hochspannend wird nicht gebraucht. Da es damit nicht zu einer Überschneidung zwischen psychischer und physikalischer Bedeutung kommt, ist sowohl hoch spannend als auch hochspannend vom Duden zugelassen, obgleich dennoch die Getrenntschreibung empfohlen wird. Nicht nur vor hoch (›sehr‹), sondern vor höchst (›überaus‹) spannend wird auf dem Schild gewarnt, doch üblich wäre Vorsicht Hochspannung oder allenfalls noch Vorsicht Höchstspannung. Das nette Wortspiel für den Physiker sollte für den Laien keinen Unterschied machen, und auch nicht, ob Hoch- oder Höchstspannung anliegt – höchst gesundheitsschädlich ist bei Kontakt beides. (16.04.2018)

Weitere Tipps unserer Expertin und Wortlisten gibt es im Orthografie-Spezial.

NEUdruckreif

Networx 81

Hana Ikenaga beschäftigt sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 81 mit dem Thema »›Tach‹ oder ›Tag‹? Eine soziolinguistische Untersuchung(k) der hannoverschen Stadtsprache«. mehr

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SMI-Band 9

Der Band »Chatbots. Eine linguistische Analyse« von Netaya Lotze ist da! mehr

Infos zur Buchreihe finden Sie hier.

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EXTRAVideo

»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.




Publikation im Fokus

Sprachliche Kommunikation in der digitalen Welt. Eine repräsentative Umfrage, durchgeführt von forsa

Im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. und des Wissenschaftsportals mediensprache.net an der Leibniz Universität Hannover hat forsa Politik- und Sozialforschung GmbH eine repräsentative Befragung zum Thema »Kommunikation in der digitalen Welt« durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung sollte u. a. ermittelt werden, wie häufig die Befragten verschiedene Kommunikationsformen nutzen, mit welchen Kommunikationsformen sie überwiegend mit unterschiedlichen Personengruppen kommunizieren, welche Gewohnheiten sie in der schriftlichen digitalen Kommunikation haben und ob bzw. wie häufig sie Sprachnachrichten oder Selfies[] an andere Personen verschicken. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 2001, nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte, Internetnutzer im Alter von 14 bis 60 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland befragt. Die Erhebung wurde vom 8. bis 29. Januar 2018 mithilfe des repräsentativen Panels forsa.omninet durchgeführt. mehr

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NEULiteratur

Neue Publikationen zum Thema

Ikenaga, Hana (2018). »›Tach‹ oder ›Tag‹? Eine soziolinguistische Untersuchung(k) der hannoverschen Stadtsprache«. Nr. 81 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar

Schlobinski, PetermTorsten Sieverm (Hg., 2018). »Sprachliche Kommunikation in der digitalen Welt. Eine repräsentative Umfrage, durchgeführt von forsa«. Nr. 80 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar

Dürscheid, ChristamChristina Margrit Sieverm (2017). »Jenseits des Alphabets – Kommunikation mit Emojis«. Aufsatz in der Zeitschrift für germanistische Linguistik. mehr


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Jüngste Kommentare auf der Website

Bei kurzen Tests in freier Internetzeitungswildbahn schlug die Browsererweiterung noch nicht an. Aber der Quellcode ist frei und einfach zu lesen, so dass man die Detektoren leicht ändern und die Maschen des Netzes noch besser auf die zu fangenden Fische einstellen kann.
Sonntag, 25. März 2018 rasterm über /de/news/2018032595345.aspx
Neben Details zur "Junk"-Typologie wäre zu klären, inwieweit ein Kurznachrichendienst Müll-Meldungen bereits systembedingt fördert. Twittergespräche sind systembedingt sehr eingeschränkt und laden zum "Frotzeln" (Günthner) ein. Junk- und Fakenews wären dann eigentlich nur dem Frotzelniveau-angemessen und keine analytische Erkenntnis mehr.
Mittwoch, 7. Februar 2018 rasterm über /de/news/2018020789301.aspx
Eine Blockchain ist eigentlich nur eine verkettete Liste. Das ist freilich gar nichts Neues, auch wenn manche Marktschreier so tun. Aus Unwissenheit oder Absicht wie im Märchen des Kaisers neue Kleider mag man fallweise selbst entscheiden. ;-) Ein verständlicherer und kritischerer Begriff wäre "Misstrauensliste". Bei der bekanntesten Anwendung "Bitcoin", muss ständig überprüft werden, ob die virtuellen Goldstücke die rechtmäßigen Besitzer wechseln und dabei keine Manipulationen auftreten.
Mittwoch, 31. Januar 2018 rasterm über /de/news/2018013189293.aspx