NEUAus der Presse

Googles Sprach-Captchas umgehen

Captchas sollen dazu dienen, dass ein System unterscheiden kann, ob ein Mensch vor dem Rechner sitzt oder nicht. Schlecht nur, wenn es der Technik selbst gelingt, solche Audio-Captchas auszutricksen.

»Forschern an der Universität von Maryland ist es nun gelungen, Googles[][] Audio-Captchas[] auch in der aktuellen Variante weitgehend automatisiert lösen zu lassen. Google hatte 2017 seine vorgelesenen Texte von einzelnen Ziffern auf Satzfragmente umgestellt, die noch dazu mit Störgeräuschen komplizierter gemacht wurden. Doch das Ziel, dass Menschen diese verstehen, Computer allerdings nicht, geht immer weniger auf. Denn laut den Wissenschaftlern aus Maryland soll die neue Variante noch einfacher zu knacken sein, als die vorgelesenen Ziffern.« [gestern 08:15 ps; Quelle: t3n]

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20 Jahremediensprache.net

Studie: Emojis verdrängen Emoticons

Nutzungsmotiv Sprachnachrichten Emojis und Sprachnachrichten liegen voll im Trend, allerdings mit geringen geschlechtsspezifischen Nutzungsmotiven – dies sind drei Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von forsa im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und des Portals mediensprache.net. Die Studie mit einigen Infografiken ist kostenlos verfügbar als Networx 80.

Eine Zusammenfassung zentraler Ergebnisse finden Sie hier.

NEUOrthografie

Tipp: Aggression
zwei Tiger, die sich im Schneegestöber anbrüllen

Nur weil jemand »Agression« schreibt, muss man nicht gleich aggressiv werden! Der Fehler, dass »Aggression« nur mit einem »g« geschrieben wird, ist so häufig, dass man »Agression« sogar im Duden findet, allerdings mit dem Zusatz »falsche Schreibung für Aggression«. Im Deutschen ist die Schreibung mit doppeltem »g« ungewöhnlich, weshalb vermutlich oft nur ein »g« verwendet wird. Das Wort geht auf das lateinische »aggressio« (= Angriff) zurück, das wiederum geht auf »aggressum« zurück, das Partizip Perfekt von »aggredi« (= heranschreiten, angreifen). Das lateinische Verb ist eine Bildung aus »ad« (= heran, hinzu) und »gradi« (= schreiten, gehen). Durch sogenannte regressive Assimilation, d. h. der erste Laut gleicht sich dem zweiten Laut an, wurde dann eben »aggredi«, da sich das »d« dem »g« angeglichen hat und da das »a« in »gradi« wohl durch das »i« zu einem »e« angehoben wurde. Wer also aggressiv ist, greift jemanden an, sei dies körperlich oder verbal. Analog dazu werden auch die Substantive Aggressivität und Aggressor sowie das Adjektiv aggressiv geschrieben. (14.01.2019)

Weitere Tipps unserer Expertin und Wortlisten gibt es im Orthografie-Spezial.

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Networx 83

Naima Tahiri beschäftigt sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 83 mit dem Thema »Nicknamen im Marokkanisch-Arabischen«. mehr

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EXTRAVideo

»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.




Publikation im Fokus

Prämissen und Paradigmen von Medienkritik: Versuch einer Kategorisierung

Medienkritik ist gewissermaßen das unsystematische, normative Pendant der Medienanalyse, wobei die Übergänge fließend sind. Denn ohne analytisches Instrumentarium kommt auch Medienkritik nicht aus. Entsprechend dem jewei- ligen Gegenstandsfeld, der medialen Entwicklungen und der historischen Kontexte hat Medienkritik unterschiedliche Intentionen, Ziele und Formen. Sie reicht von der meist arbiträren Kritik des einzelnen Werkes, Produktes oder Genres bis zur grundsätzlichen, kritischen Analyse des herrschenden Mediensystems oder sogar - als pars pro toto - bis zu dieses bedingenden und umgekehrt beeinflussenden Gesellschaftssystems. Gerade mit der anhaltenden Digitalisierung sind solche Entgrenzungen unausweichlich, aber auch analytisch erforderlich. In dem Beitrag werden diese Varianten der Medienkritik vorgestellt und in ihrer Funktion und Reichweite kategorisiert. mehr

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Mathias, Alexam (2018). »Lexik und Legitimation in rechtspopulistischen Bewegungen«. Aufsatz in der Zeitschrift Muttersprache. mehr

Mathias, Alexam (2018). »"Wir sind das Volk!" Zu Wortschatz und Argumentation rechtspopulistischer Gruppierungen in Deutschland«. Aufsatz in der Zeitschrift Der Sprachdienst. mehr

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