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NEUAus der Presse

Bug Bounties für diskriminierende KI

Twitter hatte Vorurteile in seinem eigenen Bildzuschnitt bestätigt. Nun sollen auch andere nach Diskriminierung in KI-Modellen suchen.

»Als Teil des sogenannten KI-Village auf der diesjährigen Sicherheitskonferenz Defcon startet der Social-Media-Betreiber Twitter[] nun ein Bug[]-Bounty-Programm, das dazu dienen soll, Vorurteile und Diskriminierung in Algorithmen aufzudecken. Laut Angaben von Twitter handelt es sich dabei um das erste Programm dieser Art, welches das Auffinden derartiger Probleme mit einem Preisgeld honoriert.« [gestern 16:27 pschlobi; Quelle: golem.de [Sebastian Grüner]]

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20 Jahremediensprache.net

Studie: Emojis verdrängen Emoticons

Nutzungsmotiv Sprachnachrichten Emojis und Sprachnachrichten liegen voll im Trend, allerdings mit geringen geschlechtsspezifischen Nutzungsmotiven – dies sind drei Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von forsa im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und des Portals mediensprache.net. Die Studie mit einigen Infografiken ist kostenlos verfügbar als Networx 80.

Eine Zusammenfassung zentraler Ergebnisse finden Sie hier.

NEUOrthografie

Tipp: Nachts ist es kälter als draußen

Nonsens-ZeichnungNein, keine Sorge, es ist alles in Ordnung. Aber für den dieswöchigen Tipp musste ein Nonsens-Satz her – schließlich geht es um das Wort Nonsens. So schwierig ist es gar nicht zu schreiben, aber sehr selten sieht man es mit einem i daherkommen, also Nonsins, und dies nicht ohne Grund: Es handelt sich schließlich um einen Nicht-Sinn. Das Wort wurde nämlich aus dem Englischen entlehnt (aus non + sense) und dies schon Ende des 17. Jahrhunderts. Angepasst wurde seine Schreibung nur in Bezug auf das letzte e – womöglich wegen des falschen Freundes Sense. »It makes no sense« wäre eine treffende englische Aussage über den Eingangssatz, die die deutsche Sprachgemeinschaft mit »Es macht keinen Sinn« übersetzt hat, wobei Sprachschützer/-innen auf »Sinn ergeben« statt »machen« bestehen. Knifflig ist der Genitiv: Wie bei Jens kann er endungslos dastehen oder (anders als bei Jens!) ein -es erhalten: [wegen des] Nonsenses. Wer den Genitiv bereits abgelegt hat, kann sich zurücklehnen: Bei wegen dem Nonsens stellt sich die Frage nicht. Und falls jemand fragt, ob wegen dem Nonsense nicht der korrekte Dativ sei: Die Wörter Unfug, Humbug, Kappes uvm. tun es womöglich auch und sind allesamt kälter als draußen. (02.08.2021)

Es gibt weitere Tipps und eine Fehlerliste.

TOPOrthografie

Rat rügt Hochschulen

Logo RechtschreibratDer Rat für deutsche Rechtschreibung bekräftigt in seiner Sitzung und Pressemitteilung vom 26.03.2021 die Auffassung, dass allen Menschen mit geschlechtergerechter Sprache begegnet werden soll und sie sensibel angesprochen werden sollen. Dies sei allerdings eine gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Aufgabe, die nicht allein mit orthografischen Regeln und Änderungen der Rechtschreibung gelöst werden könne. Vor diesem Hintergrund würde die Aufnahme von Asterisk (»Gender-Stern«), Unterstrich (»Gender-Gap«), Doppelpunkt oder anderen verkürzten Formen zur Kennzeichnung mehrgeschlechtlicher Bezeichnungen im Wortinnern in das Amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung zu diesem Zeitpunkt nicht empfohlen. Begründet wird dies mit einer Kriterienliste, zu der etwa auch gehört, dass geschlechtergerechte Schreibung nicht das Erlernen der geschriebenen deutschen Sprache erschweren darf (Lernbarkeit). Rücksicht zu nehmen sei auch auf die mehr als 12 Prozent aller Erwachsenen mit geringer Literalität, die nicht in der Lage seien, auch nur einfache Texte zu lesen und zu schreiben.
Damit hat der Rat dem Vorstoß vor allem von Kommunen und Hochschulen eine Absage erteilt und deutlich gemacht, dass dies nicht dem Amtlichen Regelwerk entspricht. Eine eindeutige Rüge erteilte er den Hochschulen, die den Studierenden vorschreiben, vor allem den Gender-Stern zu verwenden: »Hochschulen und Lehrende haben die Freiheit des Studiums nicht nur bei der Wahl von Lehrveranstaltungen, sondern auch bei der Erarbeitung und Äußerung wissenschaftlicher Meinungen der Studierenden zu beachten und zu schützen.«. (29.03.2021)

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Michael Dürr et al. beschäftigen sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 91 mit dem Thema »Deskriptive Linguistik. Grundlagen und Methoden«. mehr

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Der Band »The Aesthetics and Multimodality of Style. Experimental Research on the Edge of Theory« von Martin Siefkes et al. ist da! mehr

Infos zur Buchreihe finden Sie hier.

Wörterbücher

Wort unklar?

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EXTRAVideo
»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.

Publikation im Fokus

Sprache in den Medien

Seit es Massenmedien gibt, machen Kulturkritiker sie verantwortlich für einen vermeintlichen Verfall der Sprache. Doch eine solche Anschuldigung ist unhaltbar. Sprache verändert sich ständig, weil sich die Gesellschaft wandelt. Massenmedien greifen diese Veränderungen in Wortschatz und Syntax auf und spiegeln sie in die Gesellschaft zurück. Motor und Ursprung von „Sprachverderb“ aber sind sie keineswegs. Vielmehr erschließen sie der Gesellschaft Vielfalt und Reichtum von Ausdrucksmöglichkeiten. Sie machen Sprache als Kulturleistung zugänglich und die Welt mit Sprache verständlich. Der Autor Dr. Gunter Reus ist außerplanmäßiger Professor für Journalistik i.R. an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. mehr

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Literatur

Neue Publikationen zum Thema

Reus, Günter (2020). Sprache in den Medien. Wiesbaden. mehr

Giannoulis, ElenaLukas R. A. Wilde (Hg., 2021). Emoticons, Kaomoji, and Emoj. The Transformation of Communication in the Digital Age. London. mehr

McTear, Michael (2020). Conversational AI. Systems, Conversational Agents, and Chatbots. Toronto. mehr


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Ich bin auf der Suche nach aktuellen Erkenntnissen und Erfahrungswerten mit Unternehmensblogs. Kann jemand eventuell helfen? Vielen Dank vorab.
Samstag, 2. Mai 2020 über /de/suche/index.aspx?qu=Unternehmensblog
Hinweis zum vorgeschlagenen Eintrag/zur Frage: Kumulation bedeutet Anhäufung, Kumulus ist mir fachsprachlich nur als Wolkenform bekannt; Kumulation gibt es in verschiedenen Fächern (Chemie, Statistik), doch ist mir keine linguistische Verwendung bekannt (daher kein Eintrag).
Samstag, 2. Februar 2019 siever über /de/basix/lexikon/index.aspx?qu=kumulation
Brot und Spiele
Montag, 18. Juni 2018 rasterm über /de/news/2018061898454.aspx