NEUAus der Presse

Sprache könnte viel älter sein als gedacht

»Es ist Zeit, umzudenken« – Forscher widersprechen einer Lehrmeinung, die seit 50 Jahren die Sprachforschung prägt.

»Angeblich ermöglichten erst Veränderungen der Lage des Kehlkopfes vor etwa 200.000 Jahren die Sprachentwicklung bei unseren Vorfahren. Wie die Wissenschaftler durch eine Auswertung von aktuellen Studien verdeutlichen, ist dieser Theorie mittlerweile die Grundlage weggebrochen: Denn entgegen der bisherigen Annahme besitzen auch Affen theoretisch die anatomischen Voraussetzungen für die Erzeugung von differenzierten Lauten. Die Entwicklung der Sprache könnte demnach schon vor Millionen von Jahren begonnen haben, so das Fazit der Forscher.« [heute 10:26 ps; Quelle: wissenschaft.de [Martin Vieweg]]

Which way to the dawn of speech?: Reanalyzing half a century of debates and data in light of speech science (extern)

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20 Jahremediensprache.net

Studie: Emojis verdrängen Emoticons

Nutzungsmotiv Sprachnachrichten Emojis und Sprachnachrichten liegen voll im Trend, allerdings mit geringen geschlechtsspezifischen Nutzungsmotiven – dies sind drei Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von forsa im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und des Portals mediensprache.net. Die Studie mit einigen Infografiken ist kostenlos verfügbar als Networx 80.

Eine Zusammenfassung zentraler Ergebnisse finden Sie hier.

NEUOrthografie

Tipp: Komma bei formelhaften Auslassungssätzen
von Hand gemaltes Komma

Kommata bereiten immer wieder Kopfzerbrechen. Wird eins gesetzt? Und wenn ja: wo? Formelhafte Auslassungssätze müssen nicht mit Komma abgetrennt werden, dürfen es aber: »Die Lesung findet wie angekündigt morgen Abend um 19.30 Uhr statt.« Vor allem bei unvollständigen Nebensätzen, die mit »wie« eingeleitet werden, kann das Komma weggelassen werden: »Wie bereits erwähnt muss hier kein Komma stehen.« Gerade aber, wenn ein solcher Nebensatz länger ist, macht ein Komma den Satz durchaus lesbarer: »Wie bereits im Kapitel 3 unter dem Stichwort ›Kommasetzung‹ erläutert, muss bei formelhaften Auslassungssätzen kein Komma stehen.« (09.12.2019)

Weitere Tipps unserer Expertin und Wortlisten gibt es im Orthografie-Spezial.

druckreif

Networx 86
Cover der aktuellsten Networx 86

Katja Arens beschäftigt sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 86 mit dem Thema »Bild-Makros in der Facebook-Interaktion. Eine medienlinguistische Betrachtung multimodaler Kommunikate und ihrer interaktiven Aushandlung«. mehr

Reichen Sie eine zukünftige Networx ein!

gedruckt

SMI-Band 11
Cover des aktuellen Bandes SMI 11

Der Band »The Aesthetics and Multimodality of Style. Experimental Research on the Edge of Theory« von Martin Siefkeset al. ist da! mehr

Infos zur Buchreihe finden Sie hier.

Wörterbücher

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EXTRAVideo

»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.




Publikation im Fokus

Forschung zur Digitalisierung in der Kulturellen Bildung

Die Konsequenzen und Potenziale, die die digitale Transformation für die Kulturelle Bildung mit sich bringt, sind bislang weitestgehend unerforscht. Diesem Desiderat begegnet die Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur Digitalisierung in der kulturellen Bildung, die im Februar 2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlicht wurde. 13 Verbund- und Einzelprojekte in ganz Deutschland forschen seit Ende 2017 zu digitalen Phänomenen in der Kulturellen Bildung unter anderem in den Bereichen Musik, Literatur, Tanz, Performance und bildender Kunst. Die Forschungsvorhaben zeichnen sich dabei durch eine große Perspektivenvielfalt aus: Neben Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung sind Musikpädagogik, Kunst-, Tanz-, Musik-, Literatur- Medien-, und Sportwissenschaft, Humangeographie, Wirtschaftsinformatik, Medienpädagogik, Informatik und Computerlinguistik vertreten. Das noch junge Instrument der Förderrichtlinie geht mit dem Anspruch einher, die geförderten Projekte aktiv miteinander in Beziehung zu setzen, um so größtmögliche Effizienz und Sichtbarkeit sowohl der Einzelprojekte als auch der projektübergreifend gemeinsamen Forschungsziele zu erreichen. Hierzu wurde ein Metaforschungsvorhaben ausgeschrieben und bewilligt. Das Metavorhaben unter der Leitung von Prof. Dr. Benjamin Jörissen und Prof. Dr. Stephan Kröner (beide FAU Erlangen-Nürnberg) hat zum Ziel, über theoretische Modellbildungen, qualitative Metaanalysen und quantitative Forschungssynthesen die gesellschaftliche und bildungswissenschaftliche Bedeutung der Ergebnisse zu reflektieren und die unterschiedlichen Themenbereiche der Förderrichtlinie auf dieser Grundlage zusammen zu führen. Neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn ist es ein wesentliches Ziel des Metavorhabens, die Ergebnisse der Forschung auch für die Innovation in den Praxisfeldern der Kulturellen Bildung fruchtbar zu machen und die Befunde und Ergebnisse über den Fachdiskurs hinaus für die Zivilgesellschaft und politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger verständlich und handlungsorientiert zu kommunizieren. mehr

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Aus den Bereichen
Literatur

Neue Publikationen zum Thema

Siever, Christina Margritm (2019). »›Iconographetic Communication‹ in Digital Media: Emoji in WhatsApp, Twitter, Instagram, Facebook-from a Linguistic Perspective«. Aufsatz im Sammelband Emoticons, Kaomoji, and Emoji. The Transformation of Communication in the Digital Age. mehr

Giannoulis, ElenaLukas R.A. Wilde (Hg., 2019). Emoticons, Kaomoji, and Emoji. The Transformation of Communication in the Digital Age. New York. mehr

Bou-Franch, PatriciaPilar Garcés-Conejos Blitvich (Hg., 2019). Analyzing Digital Discourse. New Insights and Future Directions. Cham. [E-Book] online lesbar


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Hinweis zum vorgeschlagenen Eintrag/zur Frage: Kumulation bedeutet Anhäufung, Kumulus ist mir fachsprachlich nur als Wolkenform bekannt; Kumulation gibt es in verschiedenen Fächern (Chemie, Statistik), doch ist mir keine linguistische Verwendung bekannt (daher kein Eintrag).
Samstag, 2. Februar 2019 siever über /de/basix/lexikon/index.aspx?qu=kumulation
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Montag, 18. Juni 2018 rasterm über /de/news/2018061898454.aspx
¹https://www.sciencedaily.com/releases/2018/05/180523133306.htm, ²https://www.nature.com/articles/s41562-018-0353-0, ³http://nlp.cs.rpi.edu/paper/nature2018.pdf, ⁴http://morteza-dehghani.net/, ⁵https://joehoover.github.io/cv/curriculum-vitae.pdf, ⁶https://at.linkedin.com/in/sabrina-manzey-9a88b0133
Samstag, 26. Mai 2018 rasterm über /de/news/2018052698423.aspx