NEUAus der Presse

Rückt das Sprechen per Gedankenkraft näher?

Ein neues Implantat übersetzt Hirnaktivität in gesprochene Worte.

Einen wesentlichen Schritt weiter bei der Entwicklung einer Gehirn-Computer-Schnittstelle ist ein Team um Edward Chang von der University of California in San Francisco gekommen. Die Forscher zeichneten 1. »zunächst die Hirnaktivität von fünf Epilepsiepatienten mittels so genannter Elektrokortikografie auf, während diese verschiedene Sätze vor sich hin sprachen.« [...] In einem zweiten Schritt »wandelte ein künstliches neuronales Netz die Hirnsignale der Probanden zunächst in Repräsentationen jener Bewegungen um, die die verschiedenen Bestandteile des Sprechapparats wie Lippen, Zunge, Kiefer und Kehlkopf beim Formulieren von Sätzen üblicherweise vollführen. Ein zweiter Algorithmus übersetzte diese Bewegungen dann schließlich wieder in gesprochene Sätze.« [heute 08:44 ps; Quelle: Spektrum der Wissenschaft [Daniela Zeibig]]

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20 Jahremediensprache.net

Studie: Emojis verdrängen Emoticons

Nutzungsmotiv Sprachnachrichten Emojis und Sprachnachrichten liegen voll im Trend, allerdings mit geringen geschlechtsspezifischen Nutzungsmotiven – dies sind drei Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von forsa im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und des Portals mediensprache.net. Die Studie mit einigen Infografiken ist kostenlos verfügbar als Networx 80.

Eine Zusammenfassung zentraler Ergebnisse finden Sie hier.

NEUOrthografie

Tipp: Loser oder Looser?
rotes Fragezeichen und blaues Ausrufezeichen, von Händen gehalten

Natürlich möchte niemand ein Loser sein. Das aus dem Englischen stammende Wort »Loser« bedeutet nämlich so viel wie Versager oder Verlierer. Und wer »Looser« schreibt, hat tatsächlich verloren: Der Laut /u:/ wird im Englischen meist mit »u« (»July« Juli) oder mit zwei »oo« (»spoon« Löffel) wiedergegeben. »Loser« gehört zu den seltenen Fällen, bei denen ein einfaches »o« für den genannten Laut steht. Im Deutschen haben sich neben dem Substantiv in der Umgangssprache auch die Verben »losen« und »ablosen« etabliert; nicht zu verwechseln mit dem Verb »losen«, das in Süddeutschland, in Österreich und der Schweiz so viel wie horchen oder zuhören bedeutet. (22.04.2019)

Weitere Tipps unserer Expertin und Wortlisten gibt es im Orthografie-Spezial.

NEUdruckreif

Networx 86

Katja Arens beschäftigt sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 86 mit dem Thema »Bild-Makros in der Facebook-Interaktion. Eine medienlinguistische Betrachtung multimodaler Kommunikate und ihrer interaktiven Aushandlung«. mehr

Reichen Sie eine zukünftige Networx ein!

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SMI-Band 11

Der Band »The Aesthetics and Multimodality of Style. Experimental Research on the Edge of Theory« von Martin Siefkeset al. ist da! mehr

Infos zur Buchreihe finden Sie hier.

Wörterbücher

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EXTRAVideo

»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.




Publikation im Fokus

Orthographie in WhatsApp & Co. Eine Untersuchung zum Normbewusstsein in der mobilen schriftbasierten Kommunikation

Die vorliegende Untersuchung, die im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts «What’s up Switzerland» durchgeführt wurde, geht der Frage nach, wie sich Nutzer im Hinblick auf Abweichungen von der Standardorthographie positionieren. Auf Basis einer online realisierten Umfrage wird ermittelt, ob Einschätzungen über Normabweichungen vom medialen Kontext (z.B. mobile Nachrichtendienste oder Postings auf Facebook[]), vom Alter der Teilnehmenden oder von der verwendeten Sprache abhängen. Die Studie zeigt auf, dass die Fehlertoleranz erwartungsgemäss mit höherem Öffentlichkeitscharakter und höherem Grad and Formalität sinkt. Darüber hinaus sind aber auch je nach Alter und je nach Erstsprache unterschiedliche Haltungen in Bezug auf das Einhalten orthographischer Normen erkennbar. Hierbei scheinen vor allem sprachspezifische Unterschiede eine Rolle zu spielen, da Sprecher der romanischen Sprachen Französisch und des Italienisch besonders hohe Erwartungen an die Einhaltung orthographischer Normen zu haben scheinen. Diese erhöhte Normsensibilität wird auch in einem intensiven Selbst- und Fremdkorrekturverhalten reflektiert, wobei gerade auch jüngere Teilnehmende besonders aktiv sind. Insgesamt zeigt die Studie auf, dass die mobile schriftbasierte Kommunikation entgegen einer weitverbreiteten Meinung nicht zwingend eine höhere Toleranz gegenüber normvernachlässigender Schriftlichkeit mit sich bringt. mehr

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NEULiteratur

Neue Publikationen zum Thema

Arens, Katja (2019). »Bild-Makros in der Facebook-Interaktion. Eine medienlinguistische Betrachtung multimodaler Kommunikate und ihrer interaktiven Aushandlung«. Nr. 86 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar

Morel, EtienneSilvia Natale (2019). »Orthographie in WhatsApp & Co. Eine Untersuchung zum Normbewusstsein in der mobilen schriftbasierten Kommunikation«. Nr. 85 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar

Lanwer, Jens Philipp (2019). »Erzählen im virtuellen Interaktionsraum«. Nr. 84 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar


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