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NEUAus der Presse

Veritone will Deepfake-Stimmen von Influencern vermieten

Bekannt geworden sind Deepfakes für einen realistischen Austausch von Gesichtern. Das KI-Trainingsprinzip funktioniert auch für Audio.

»Liegen viele Stimmdaten vor, kann mit ihnen ein neuronales Netz so trainiert werden, dass es anschließend, in Verbindung mit einer Stimmsynthese, die Ursprungsstimme mehr oder weniger glaubhaft klonen kann. Ähnlich wie bei visuellen Deepfakes hat sich diese Technik in den letzten Jahren schnell entwickelt. [...] Das Werbe- und Lizenzierungsunternehmen Vertione will sich den KI-Fortschritt für eine neue Geschäftsidee zunutze machen: Auf der Plattform Marvel.AI können vornehmlich prominente Personen ihre Stimme KI-klonen und anschließend lizenzieren. Die geklonte Stimme kann dann, sofern der rechtmäßige Lizenzinhaber einverstanden ist, weiterarbeiten.« [heute 07:48 pschlobi; Quelle: Mixed [Matthias Bastian]]

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20 Jahremediensprache.net

Studie: Emojis verdrängen Emoticons

Nutzungsmotiv Sprachnachrichten Emojis und Sprachnachrichten liegen voll im Trend, allerdings mit geringen geschlechtsspezifischen Nutzungsmotiven – dies sind drei Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von forsa im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und des Portals mediensprache.net. Die Studie mit einigen Infografiken ist kostenlos verfügbar als Networx 80.

Eine Zusammenfassung zentraler Ergebnisse finden Sie hier.

NEUOrthografie

Tipp: Take-away und Takeaway

Tafel mit einem Take-away-AngebotDie Corona-Inzidenzen sinken, die Gastronomie darf teilweise wieder öffnen, v. a. in den Aussenbereichen erst einmal. Die besten Zeiten des Tekaway dürften also vorüber sein. Doch nicht alle möchten sich vielleicht – wie an manchen Orten gefordert – erst einmal negativ testen lassen, bevor sie ein Restaurant betreten können, weil sie bislang noch kein Impfangebot erhalten haben. Da ist man dann vielleicht doch froh um Take-away-Angebote. Im Anglizismenindex findet man unter take-away den Eintrag »(Speise) zum Mitnehmen«, im Duden dahingegen wird unter Take-away bzw. Takeaway das Imbisslokal oder Restaurant verstanden, in dem diese Speisen mitgenommen werden können. Interessant ist übrigens auch die phonetische Angabe im Duden: Während man take im Englischen als [ˈteɪk] ausspricht, findet man im Duden die Angabe [›te:k|əve:]. Die Schreibung Tekaway ist folglich zwar nicht der korrekten Orthographie, aber der im Duden angegebenen Lautung entsprechend. Den Bindestrich auf alle Fälle kann man im Deutschen nach Belieben mitnehmen oder eben auch nicht. (17.05.2021)

Es gibt weitere Tipps und eine Fehlerliste.

TOPOrthografie

Rat rügt Hochschulen

Logo RechtschreibratDer Rat für deutsche Rechtschreibung bekräftigt in seiner Sitzung und Pressemitteilung vom 26.03.2021 die Auffassung, dass allen Menschen mit geschlechtergerechter Sprache begegnet werden soll und sie sensibel angesprochen werden sollen. Dies sei allerdings eine gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Aufgabe, die nicht allein mit orthografischen Regeln und Änderungen der Rechtschreibung gelöst werden könne. Vor diesem Hintergrund würde die Aufnahme von Asterisk (»Gender-Stern«), Unterstrich (»Gender-Gap«), Doppelpunkt oder anderen verkürzten Formen zur Kennzeichnung mehrgeschlechtlicher Bezeichnungen im Wortinnern in das Amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung zu diesem Zeitpunkt nicht empfohlen. Begründet wird dies mit einer Kriterienliste, zu der etwa auch gehört, dass geschlechtergerechte Schreibung nicht das Erlernen der geschriebenen deutschen Sprache erschweren darf (Lernbarkeit). Rücksicht zu nehmen sei auch auf die mehr als 12 Prozent aller Erwachsenen mit geringer Literalität, die nicht in der Lage seien, auch nur einfache Texte zu lesen und zu schreiben.
Damit hat der Rat dem Vorstoß vor allem von Kommunen und Hochschulen eine Absage erteilt und deutlich gemacht, dass dies nicht dem Amtlichen Regelwerk entspricht. Eine eindeutige Rüge erteilte er den Hochschulen, die den Studierenden vorschreiben, vor allem den Gender-Stern zu verwenden: »Hochschulen und Lehrende haben die Freiheit des Studiums nicht nur bei der Wahl von Lehrveranstaltungen, sondern auch bei der Erarbeitung und Äußerung wissenschaftlicher Meinungen der Studierenden zu beachten und zu schützen.«. (29.03.2021)

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EXTRAVideo
»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.

NEUPublikation im Fokus

Sprache in den Medien

Seit es Massenmedien gibt, machen Kulturkritiker sie verantwortlich für einen vermeintlichen Verfall der Sprache. Doch eine solche Anschuldigung ist unhaltbar. Sprache verändert sich ständig, weil sich die Gesellschaft wandelt. Massenmedien greifen diese Veränderungen in Wortschatz und Syntax auf und spiegeln sie in die Gesellschaft zurück. Motor und Ursprung von „Sprachverderb“ aber sind sie keineswegs. Vielmehr erschließen sie der Gesellschaft Vielfalt und Reichtum von Ausdrucksmöglichkeiten. Sie machen Sprache als Kulturleistung zugänglich und die Welt mit Sprache verständlich. Der Autor Dr. Gunter Reus ist außerplanmäßiger Professor für Journalistik i.R. an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. mehr

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NEULiteratur

Neue Publikationen zum Thema

Reus, Günter (2020). Sprache in den Medien. Wiesbaden. mehr

Giannoulis, ElenaLukas R. A. Wilde (Hg., 2021). Emoticons, Kaomoji, and Emoj. The Transformation of Communication in the Digital Age. London. mehr

McTear, Michael (2020). Conversational AI. Systems, Conversational Agents, and Chatbots. Toronto. mehr


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Ich bin auf der Suche nach aktuellen Erkenntnissen und Erfahrungswerten mit Unternehmensblogs. Kann jemand eventuell helfen? Vielen Dank vorab.
Samstag, 2. Mai 2020 über /de/suche/index.aspx?qu=Unternehmensblog
Hinweis zum vorgeschlagenen Eintrag/zur Frage: Kumulation bedeutet Anhäufung, Kumulus ist mir fachsprachlich nur als Wolkenform bekannt; Kumulation gibt es in verschiedenen Fächern (Chemie, Statistik), doch ist mir keine linguistische Verwendung bekannt (daher kein Eintrag).
Samstag, 2. Februar 2019 siever über /de/basix/lexikon/index.aspx?qu=kumulation
Brot und Spiele
Montag, 18. Juni 2018 rasterm über /de/news/2018061898454.aspx