NEUAus der Presse

»Translatotron« übersetzt Gesprochenes direkt

Unter dem Namen »Translatotron« stellt Google ein neues Modell zur direkten Übersetzung von Gesprochenem in eine andere Sprache vor.

»Bisherige Ansätze nehmen den Umweg über die Umwandlung in Text, es werden also schlicht mehrere Maschinenlernmodelle aneinander gereiht. Hier passiert all dies hingegen in einem einzigen Schritt. Möglich wird dies durch die Nutzung eines Sequence-to-Sequence-Modells, das die Spektogramme des Gesprochenen übersetzt. Die Ausgabe erfolgt dann über einen Vocoder, und zwar einen, für den man sich ebenfalls etwas Besonderes einfallen hat lassen: Bildet dieser doch die Stimme des Originalsprechers nach.« [gestern 08:48 ps; Quelle: derStandard.de]

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20 Jahremediensprache.net

Studie: Emojis verdrängen Emoticons

Nutzungsmotiv Sprachnachrichten Emojis und Sprachnachrichten liegen voll im Trend, allerdings mit geringen geschlechtsspezifischen Nutzungsmotiven – dies sind drei Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von forsa im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und des Portals mediensprache.net. Die Studie mit einigen Infografiken ist kostenlos verfügbar als Networx 80.

Eine Zusammenfassung zentraler Ergebnisse finden Sie hier.

NEUOrthografie

Tipp: Henri oder Henry
Auch ein Henry (mit y)

Mohammed ist in drei Bundesländern in den Top 10 der Vornamen vertreten. Nun hat es auch Henry geschafft – sogar in die Gesamtliste der am häufigsten vergebenen Vornamen aus dem Jahr 2018: Laut Datenbank der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) befindet sich Henry auf Platz 9 – oder Henri? Das Gute: Die Schreibung können sich die Eltern aussuchen, was sie auch immer häufiger tun. So steht Henry neben Henri und beide Schreibweisen werden für die Rangliste natürlich zusammengefasst. Wer die englische Variante des Namens bevorzugt, wählt die Schreibvariante mit y, daneben existiert aber auch die französische Schreibweise mit i. Beantragte Namen wie Champagna, Popo, Satan oder Gastritis (kein Scherz!) sind übrigens, egal in welcher Schreibung, unzulässig – zum Schutz des Kindes. (20.05.2019)

Informationen zum Fehler

Weitere Tipps unserer Expertin und Wortlisten gibt es im Orthografie-Spezial.

NEUdruckreif

Networx 86

Katja Arens beschäftigt sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 86 mit dem Thema »Bild-Makros in der Facebook-Interaktion. Eine medienlinguistische Betrachtung multimodaler Kommunikate und ihrer interaktiven Aushandlung«. mehr

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gedruckt

SMI-Band 11

Der Band »The Aesthetics and Multimodality of Style. Experimental Research on the Edge of Theory« von Martin Siefkeset al. ist da! mehr

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EXTRAVideo

»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.




Publikation im Fokus

Orthographie in WhatsApp & Co. Eine Untersuchung zum Normbewusstsein in der mobilen schriftbasierten Kommunikation

Die vorliegende Untersuchung, die im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts «What’s up Switzerland» durchgeführt wurde, geht der Frage nach, wie sich Nutzer im Hinblick auf Abweichungen von der Standardorthographie positionieren. Auf Basis einer online realisierten Umfrage wird ermittelt, ob Einschätzungen über Normabweichungen vom medialen Kontext (z.B. mobile Nachrichtendienste oder Postings auf Facebook[]), vom Alter der Teilnehmenden oder von der verwendeten Sprache abhängen. Die Studie zeigt auf, dass die Fehlertoleranz erwartungsgemäss mit höherem Öffentlichkeitscharakter und höherem Grad and Formalität sinkt. Darüber hinaus sind aber auch je nach Alter und je nach Erstsprache unterschiedliche Haltungen in Bezug auf das Einhalten orthographischer Normen erkennbar. Hierbei scheinen vor allem sprachspezifische Unterschiede eine Rolle zu spielen, da Sprecher der romanischen Sprachen Französisch und des Italienisch besonders hohe Erwartungen an die Einhaltung orthographischer Normen zu haben scheinen. Diese erhöhte Normsensibilität wird auch in einem intensiven Selbst- und Fremdkorrekturverhalten reflektiert, wobei gerade auch jüngere Teilnehmende besonders aktiv sind. Insgesamt zeigt die Studie auf, dass die mobile schriftbasierte Kommunikation entgegen einer weitverbreiteten Meinung nicht zwingend eine höhere Toleranz gegenüber normvernachlässigender Schriftlichkeit mit sich bringt. mehr

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Aus den Bereichen
Literatur

Neue Publikationen zum Thema

Arens, Katja (2019). »Bild-Makros in der Facebook-Interaktion. Eine medienlinguistische Betrachtung multimodaler Kommunikate und ihrer interaktiven Aushandlung«. Nr. 86 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar

Morel, EtienneSilvia Natale (2019). »Orthographie in WhatsApp & Co. Eine Untersuchung zum Normbewusstsein in der mobilen schriftbasierten Kommunikation«. Nr. 85 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar

Lanwer, Jens Philipp (2019). »Erzählen im virtuellen Interaktionsraum«. Nr. 84 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar


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