NEUAus der Presse

Erste selbstfahrende Straßenbahn unterwegs

Die »weltweit erste autonom fahrende« Tram hat eine öffentliche Testfahrt in Potsdam absolviert. Und bestanden.

Sechs Kilometer lang, unterwegs mit ganz normalen Wagen der Linien 92 und 96: Siemens Mobility präsentiert in Potsdam die nach eigenen Angaben »erste autonom fahrende Straßenbahn der Welt«. Die Tram ist natürlich technisch gut ausgestattet: neun Kameras vorne und an den Seiten sowie drei Radar- und Laser-Systeme, zu denen auch ein Lidar-Scanner (eine Art Laser-Radar). Nicht zu vergessen die noch schrankgroße Anlage, in der Algorithmen die Aufnahmen und Informationen auswertet. Dau gehört[], dass die KI Straßenbahnlichtsignale beachtet, an Haltestellen stoppt und auf Gefahren wie Fußgänger und Fahrzeuge reagiert. Der menschliche Kontrollfahrer, der im Notfall hätte einsteigen können, habe die Bahn »sich selbst« überlassen – Testfahrt geglückt. Die Technik registriere alles unterhalb von 1,50 Metern, das mindestens die Größe einer Katze aufweise. Vorausschauend sei sie ebenfalls: 100 Meter bei einem Bremsweg von rund 80 Metern. Also los? Nein: Die Mitnahme regulärer Fahrgäste sei bislang nicht zulässig, da die Gesetzeslage dies verbiete. Während KI also die Straßen und Schienen erobert – zumindest im Testbetriebmodus -, fehlt es an einer gesetzlichen Wegbereitung. [heute 09:02 si; Quelle: heise.de; Foto: Siemens, CC0]

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20 Jahremediensprache.net

Studie: Emojis verdrängen Emoticons

Nutzungsmotiv Sprachnachrichten Emojis und Sprachnachrichten liegen voll im Trend, allerdings mit geringen geschlechtsspezifischen Nutzungsmotiven – dies sind drei Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von forsa im Auftrag der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und des Portals mediensprache.net. Die Studie mit einigen Infografiken ist kostenlos verfügbar als Networx 80.

Eine Zusammenfassung zentraler Ergebnisse finden Sie hier.

NEUOrthografie

Tipp: Renekloden oder Reineclauden?
Reineclauden am Baum

Es ist Erntezeit, es gibt jetzt auch Edelpflaumen! Wer weiß, wie die Pflaumenart mit grünen Früchten genannt wird und weshalb? Richtig, »Reneklode«. Diese eingedeutschte Variante geht auf »Reineclaude« zurück, was auf Französisch »Königin Claude« heißt. Die Frucht ist also nach Claude de France (Claudia von Frankreich) benannt, der Ehefrau des französischen Königs Franz I. (1494–1547). Neben den beiden korrekten Varianten »Reneklode« und »Reineclaude« gibt es für diese Obstsorte auch den Ausdruck »Ringlotte«, der vor allem in Österreich verwendet wird. Im restlichen deutschsprachigen Raum gilt »Ringlotte« als landschaftlich. (17.09.2018)

Weitere Tipps unserer Expertin und Wortlisten gibt es im Orthografie-Spezial.

NEUdruckreif

Networx 83

Naima Tahiri beschäftigt sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 83 mit dem Thema »Nicknamen im Marokkanisch-Arabischen«. mehr

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gedruckt

SMI-Band 11

Der Band »The Aesthetics and Multimodality of Style. Experimental Research on the Edge of Theory« von Martin Siefkeset al. ist da! mehr

Infos zur Buchreihe finden Sie hier.

Wörterbücher

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EXTRAVideo

»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.




NEUPublikation im Fokus

Participation frameworks in multiparty video chats cross-modal exchanges in public Google Hangouts

Drawing on literature on interaction and participation in computer-mediated communication (CMC) and video-mediated communication (VMC), this study explores cross-modal exchanges with regards to participation in public video chats. By cross-modal, we wish to characterize interactions in which the production modality is different from the interlocutor's feedback modality, in the same communicative event and in synchronous fashion. Early research on recreational text-based CMC, especially Internet Relay Chat (IRC[]), has shown that initiating and maintaining interactions with strangers can be challenging. Our observations indicate that public video chats not only present these same challenges, but also that the availability of video and audio adds yet another level of complexity to issues of participation. Based on synchronous and naturally occurring interactions from public Google[][] Hangouts[], our analysis indicates that cross-modal exchanges are a means for participation mobility. Furthermore, this analysis brings attention to issues of visibility and noticeability in video chats. mehr

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Neue Publikationen zum Thema

Nag, WencheRich LingMona Hovland Jakobsen (2016). »Keep out! Join in! Cross-generation communication on the mobile internet in Norway«. Aufsatz in der Zeitschrift Journal of Children and Media. online lesbar

Len-Ríos, María E.Cara StreitSarah KillorenArielle DeutschM. Lynne CooperGustavo Carlo (2016). »US Latino adolescents’ use of mass media and mediated communication in romantic relationships«. Aufsatz in der Zeitschrift Journal of Children and Media. online lesbar

Mavoa, JaneMartin GibbsMarcus Carter (2017). »Constructing the young child media user in Australia: a discourse analysis of Facebook comments«. Aufsatz in der Zeitschrift Journal of Children and Media. online lesbar


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Brot und Spiele
Montag, 18. Juni 2018 rasterm über /de/news/2018061898454.aspx
¹https://www.sciencedaily.com/releases/2018/05/180523133306.htm, ²https://www.nature.com/articles/s41562-018-0353-0, ³http://nlp.cs.rpi.edu/paper/nature2018.pdf, ⁴http://morteza-dehghani.net/, ⁵https://joehoover.github.io/cv/curriculum-vitae.pdf, ⁶https://at.linkedin.com/in/sabrina-manzey-9a88b0133
Samstag, 26. Mai 2018 rasterm über /de/news/2018052698423.aspx
Einige philologische Ergänzungen zu dieser Meldung. Der Pressetext-Artikel hängt vor allem von dem populärwisschenschaftlichen Sciencedaily-Artikel.¹ Sciencedaily fasste einen aktuellen Artikel aus Nature zusammen, der auch in einer freien Fassung verfügbar ist.²³ Die „Sprachwissenschaftler“ sind interessierte Laien aus der Psychologie und Frau Marenzy, die schon öfter solche Sachen verbreitet hat, ist auch nicht vom Fach.⁴⁵⁶
Samstag, 26. Mai 2018 rasterm über /de/news/2018052698423.aspx