Weblogs sprachlich und textuell
Da das noch junge Weblogging eine Kommunikationsform im Internet darstellt und andere Formen wie Chat und E-Mail sich durch bereits gut beschriebene Aspekte (vgl. etwa Chats) von nicht-elektronischen Kommunikationsformen abheben, hat das Projekt sprache@web Weblogs näher betrachtet und ein internationales Projekt ins Leben gerufen. Die Ergebnisse liegen in einer 330 Seiten umfassenden Studie zu neun Nationen vor. Ein Ergebnis ist, dass generelle Aussagen zu Weblogs schwerlich zu treffen sind, wenn man von medial bedingten Aspekten absieht (mehr). So hängt der Sprachgebrauch beispielsweise von funktionalen Aspekten ab oder grundlegend davon, wer als Zielgruppe definiert worden ist. In der Summe sind deutliche Unterschiede zur unmoderierten Chatkommunikation zu sehen, bei der Schreibnormen weniger eine Rolle spielen, Nähekommunikation umso mehr. Somit sind die typischen Merkmale der computervermittelten synchronen Kommunikation nur rar gesäht. Dass es sich beim Blogging um zeitversetztes Kommunizieren handelt, ist sicherlich der wichtigste Grund für den Unterschied, da Planbarkeit und Korrekturmöglichkeiten gegeben sind. zur internationalen Studie
Torsten Siever
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erstellt: 13.01.2006
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aktualisiert: 30.03.2010
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