Digitale Kommunikation

Weblogs sprachlich und textuell

Nervenzellen

Da das Weblogging eine zentrale Kommunikationsform im Internet darstellt und andere Formen wie Chat und E-Mail sich durch bereits gut beschriebene Aspekte (vgl. etwa Chats) von nicht-elektronischen Kommunikationsformen abheben, hat das Projekt sprache@web Weblogs näher betrachtet und inzwischen zwei internationale Projekte ins Leben gerufen. Die Ergebnisse liegen in einer 330 Seiten umfassenden Studie zu neun Nationen (Weblogs, 2005) sowie zur Variante der Microblogs[] (Twitter) aus der Perspektive von zehn Sprachen und elf Ländern vor.

Ein Ergebnis bei klassischen Weblogs ist, dass generelle Aussagen schwerlich zu treffen sind, wenn man von medial bedingten Aspekten absieht (mehr). So hängt der Sprachgebrauch beispielsweise von funktionalen Aspekten ab oder grundlegend davon, wer als Zielgruppe definiert worden ist. In der Summe sind deutliche Unterschiede zur unmoderierten Chatkommunikation zu sehen, bei der Schreibnormen weniger eine Rolle spielen, Nähekommunikation umso mehr. Somit sind die typischen Merkmale der computervermittelten synchronen Kommunikation nur rar gesäht. Dass es sich beim Blogging um zeitversetztes Kommunizieren handelt, ist sicherlich der wichtigste Grund für den Unterschied, da Planbarkeit und Korrekturmöglichkeiten gegeben sind.

zur internationalen Weblog-Studie

Informationen zur internationen Microblog-Studie


Torsten Siever

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