Arten von Weblogs
Der Ur-Blog ist sicherlich das Online-Tagebuch, in dem persönliche Erfahrungs- und Zustandsberichte festgehalten werden. Öffentlich zugänglich muss dies nicht in jedem Fall sein, denn wie jede Webseite kann man Weblogs auch nur für einen bestimmten Personenkreis (mittels Nutzerkonten) öffnen. Natürlich lassen sich Blogs zu den verschiedensten Themen betreiben, so etwa als Nachrichtenlieferant, als Kritikgeber, als virtuelles Kochbuch oder als Softwareforum. Es lassen sich Weblogs allerdings auch funktional unterscheiden: So wurden etwa während des letzten Golfkrieges Warblogs (War + Blog) von so genannten embedded reporters betrieben, die live aus den Kriegszentren berichteten und damit Bilder und Texte schneller als jede Zeitung liefern konnte. Zentral ist sicherlich auch der Aspekt, dass eine andere, etwa persönlichere Berichterstattung möglich ist, als dies eine renommierte Zeitung je zulassen könnte. Auch als Fotoalbum lassen sich Weblogs betreiben, die unter dem Terminus Fotoblog gefasst werden. Vor allem zur Dokumentation von Reisen werden sie verwendet, wobei ›Reisen‹ sehr weit gefasst sein kann. In diesem Zusammenhang spielt der Mobilfunk eine zunehmende Rolle, denn mittels Moblogs (mobile Blogs) kann man vom Ort des Geschehens direkt das Weblog aktualisieren, indem per Handy (z.B. mittels MMS) erstellte Fotos und Text an den Server geschickt werden. Werden Filme statt Fotos verwendet, spricht man von Videoblogs, kurz Vlogs. Sie sind thematisch wieder gänzlich offen und können eine Art persönliches Filmtagebuch beinhalten, aber auch semiprofessionelle Kochshows oder Dokumentationen aller Art. Als weitere mobile Variante sei noch auf das Podcasting verwiesen, bei dem Musik und gesprochene Sprache (Moderation) gespeichert werden, sodass Sendungen »on demand‹ erstellt werden können. Auch Lesungen oder Berichte sind denkbar. zur Sprache von textuellen Blogs
Torsten Siever
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erstellt: 13.01.2006
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aktualisiert: nein
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