Forschungsüberblick
Dieser Forschungsüberblick dient dazu, dem
Suchenden einen ersten Überblick über eine Vielzahl von Publikationen zu
geben und die für die wissenschaftliche Auseinandersetzung wesentlichen Veröffentlichungen knapp zu konturieren.
Dies bedeutet, dass ausschließlich technische Darstellungen keine
Erwähnung finden; darüber hinaus wird Anspruch auf Vollständigkeit nicht
angestrebt. Vielmehr soll auf
in der Wissenschaft etablierte Arbeiten hingewiesen und auch weniger
Bekanntes Erwähnung finden.
Forschung zur Chat-Kommunikation
(jr) In der deutschsprachigen Forschung ist ein erster
Lokalisationspunkt in der Auseinandersetzung mit Chat-Kommunikation der
Beitrag von
Lenke/Schmitz 1995. Populärwissenschaftlich in Form eines Lexikons
zum "Chat-Slang" setzt sich
Rosenbaum auseinander, dessen Buch mehrere Auflagen erfahren hat. In
der wissenschaftlichen Auseinandersetzung beschäftigen sich
Haase/Huber/Krumeich/Rehm 1997 mit Internetkommunikation, wobei der
Beitrag den Teilaspekt synchroner Kommunikation akzentuiert. Eine erste
größere Auseinandersetzung mit dem Thema stellt die 1998 von
Husmann
vorgelegte Diplomarbeit dar. Im selben Jahr erscheint die empirisch wie
methodisch fundierte Monografie von
Runkehl/Schlobinski/Siever. Hier werden erstmals in
empirisch fundierter Form 40.000 Wortformen von Chats einer
linguistischen Analyse unterzogen. Ein Jahr später nähert sich
Döring aus sozialwissenschaftlicher Perspektive dem Thema und
gewinnt ihm insbesondere hinsichtlich der Fragestellung Identität und
Internetkommunikation neue Aspekte ab. Für das Jahr 2000 lässt sich eine
verstärkte Auseinandersetzung mit dem Thema beobachten, die sich
insbesondere in zahlreichen Sammelband- bzw. Zeitschriftenbeiträgen
niederschlägt (so etwa
Gallery,
Kelle,
Klemm & Graner,
Sassen,
Schlobinski,
Schmidt). Ein weiterer Beitrag von
Schlobinski in 2001 hat zwar keine genuin chat-spezifische
Auseinandersetzung zum Ziel, jedoch spiegelt seine thematische
Ausrichtung das auch in weiten Bevölkerungsteilen latente Interesse
hinsichtlich des Einflusses von Fremdworten über die Kommunikationsform
Chat wider. Eine eigenständige Publikation legt
Beißwenger 2000 in Form einer veröffentlichten Magisterarbeit vor, der
daran anknüpfend
2001 den Sammelband "Chat-Kommunikation" publiziert. Für
dasselbe Jahr sind weiter die kontrastiv (deutsch/französisch) angelegte
Magisterarbeit von
Dittmann, wie auch die explorativ angelegte Diplomarbeit zu Motiven
der Chat-Nutzung von
Fix zu nennen.
Eine Publikationen
aus dem Jahr 2002 liegt durch den Text von
Wirth vor.
Im Bereich der Online-Publikationen geht die Form der
Auseinandersetzung mit dem Thema über zunächst grundlegende
Fragestellungen (so
Hinrichs 1997,
Kalinowski 1999) hin zu thematisch sehr spezifizierten Arbeiten
(etwa
Polotzek 2001,
Aschwanden 2001).
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