Rechtsextremismus und Internet
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(jr)
YouTube, Twitter und Facebook werden auch genutzt, um rechtsradikale Inhalte zu verbreiten. Was tun die Plattformen dagegen?
Die Rechtsradikalen haben längst die verschiedenen Dienste des Internets entdeckt, um ihre Propaganda zu verbreiten. Die Zentralstelle der Länder für Jugendschutz, "jugendschutz.net", zählte 2009 1.872 rechtsextreme Websites. Insbesondere die 2.0-Plattformen bieten mit ihrer Bedienungsleichtigkeit einen schnellen Publikationskanal. Und der wird weidlich genutzt: Jugendschützer zählten allein 93 Netz-Communities von Neonazis. Um die Propaganda einzudämmen, arbeiten die Jugendschützer mit Providern zusammen, was innerhalb Deutschlands gut funktioniert: Immerhin rund 95 Prozent der monierten Inhalte konnten gelöscht werden. Im Ausland sinkt die Erfolgsquote erwartungsgemäß. Immerhin: Das US-Netzwerk "Ning" schloss nach Hinweisen aus Deutschland 35 neonazistische Nazi-Communities. Auch YouTube löschte rund 2.500 Videos. Lediglich bei Facebook wird es schwierig, Inhalte zu löschen. Problematisch bleibt dabei immer, dass gelöschte Inhalte an anderer Stelle sofort wieder ins Netz gestellt werden.
(25.08.2010, Quelle: sueddeutsche.de)
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Jens Runkehl
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erstellt:
25.08.2010
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