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(jr) Technik scheint die Fähigkeit der Menschen, sich Dinge zu merken oder zu orientieren, deutlich zu reduzieren. Wenn Autofahrer aufgrund von Navigations-Anweisungen ihres GPS-Gerätes ihr Fahrzeug in den Fluß fahren, oder diese veranlasst, mitten in einem Tunnel zu wenden zeigt dies: Viele Menschen vertrauen der Technik zunehmend mehr als dem eigenen gesunden Menschenverstand. Es stellt sich also die Frage, ob wir ohne Technik zunehmend orientierungslos werden. Die mangelnde oder fehlende Fähigkeit vieler Autofahrer, sich ohne technische Hilfsmittel - etwa nur mit der guten alten Landkarte - zu orientieren, sei ursächlich für die zunehmenden Zwischenfälle bei Autofahrten, so der Psychologie Fritz Meyer-Gramcko: "Es gibt die fatale Tendenz, sich auf das Fahrerassitenzsystem zu verlassen". Weil Navigationsgeräte meist fehlerfrei funktionieren, baut der Besitzer ein Vertrauensverhältnis zum Assitenzsystem auf. Die Navi-Zwischenfälle werden damit auf menschliche Defizite zurückgeführt, die sich auch in Selbstüberschätzung oder Bequemlichkeit äußern. Wahr bleibt: Der Mensch ist eigentlich nur für Geschwindigkeiten von sechs Stundenkilometern konstruiert. Wer sich also beim Autofahren ganz auf das Navi verlässt, nimmt die reale Welt eben in Teilen nur virtuell wahr - mit fatalen Folgen für die Abschätzung realer Gefahren. (09.02.2010, Quelle: stern.de)
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Digitale Demenz Technik scheint die Fähigkeit der Menschen, sich Dinge zu merken oder zu orientieren, deutlich zu reduzieren. Wenn Autofahrer aufgrund von Navigations-Anweisungen ihres GPS-Gerätes ihr Fahrzeug in den Fluß fahren, oder diese veranlasst, mitten in einem Tunnel zu wenden zeigt dies: Viele Menschen vertrauen der Technik zunehmend mehr als dem eigenen gesunden Menschenverstand. Es stellt sich also die Frage, ob wir ohne Technik zunehmend orientierungslos werden. Die mangelnde oder fehlende Fähigkeit vieler Autofahrer, sich ohne technische Hilfsmittel - etwa nur mit der guten alten Landkarte - zu orientieren, sei ursächlich für die zunehmenden Zwischenfälle bei Autofahrten, so der Psychologie Fritz Meyer-Gramcko: "Es gibt die fatale Tendenz, sich auf das Fahrerassitenzsystem zu verlassen". Weil Navigationsgeräte meist fehlerfrei funktionieren, baut der Besitzer ein Vertrauensverhältnis zum Assitenzsystem auf. Die Navi-Zwischenfälle werden damit auf menschliche Defizite zurückgeführt, die sich auch in Selbstüberschätzung oder Bequemlichkeit äußern. Wahr bleibt: Der Mensch ist eigentlich nur für Geschwindigkeiten von sechs Stundenkilometern konstruiert. Wer sich also beim Autofahren ganz auf das Navi verlässt, nimmt die reale Welt eben in Teilen nur virtuell wahr - mit fatalen Folgen für die Abschätzung realer Gefahren.
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