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Hannover, 17.05.2008

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Second Life gescheitert?

(jr) Vor kaum einem Jahr war man ohne ein digitales Pendant in Second Life ein Nobody - diese Devise galt erst recht für die Wirtschaft.

Also drängten sich alle in die virtuelle Welt: Firmen wie Mercedes-Benz, die Deutsche Post oder Adidas eröffneten digitale Ableger. Ebenso Hochschulen, in denen Vorlesungen besucht werden konnten und sogar politische Einrichtungen - etwa des Landes Baden-Württemberg bezahlten viel Geld für eine virtuelle Existenz. Nachdem der Hype abgeklungen ist, kehrt Gelassenheit zurück, die vor allem einzelne Nutzer als Gestaltungspotenzial nutzen - der eigene 3-D-Chat mit Eigendesign. Unternehmen dagegen ziehen sich dagegen mit unterschiedlichen Rückschlüssen zurück. Mercedes-Benz hat seine Depandance seit März geschlossen. Vornehm lässt der Konzern verlauten, man habe in Second Life "wertvolle Erfahrungen gesammelt und viele positive Rückmeldungen erhalten". Dem gegenüber meint der Energiekonzern EnBW, dass sie auch weiterhin mit ihrem "Energy Park" vertreten bleiben - die Nutzerzahlen seien im Augenblick noch aussagekräftig; was immer das heißt. Wenn aber mal "Butter bei die Fische" soll, sprich eine Kosten/Nutzen-Analyse Auskunft über monetäre Erträge bringen sollen, schweigt sich bislang jeder gern aus. Es wird davon ausgegangen, dass lediglich etwa 60.000 der 13,3 Mio. Nutzer weltweit überhaupt Geld in Second Life Geld verdient hätten. Die Hälfte von ihnen jedoch weniger als 10 Dollar. Da lohnt es sich getreu der Devise zu handeln: Wer langsam geht, kommt auch ans Ziel. (30.04.2008, Quelle: Focus online)

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