Aus der Presse

Wo sitzt unsere Stimmerkennung?

Welche Hirnareale für die Stimmerkennung zuständig sind, haben Forscher erst jetzt eindeutig geklärt.

»Wir sind ständig in Situationen, in denen wir mit anderen sprechen – ob am Telefon oder von Angesicht zu Angesicht. Dabei erkennen wir nicht nur, was einer zu uns sagt, sondern auch wer zu uns spricht. Wichtig ist dies unter anderem, um Freunde von Unbekannten zu unterschieden. Dabei hilft uns die Stimme unseres Gesprächspartners. Schon länger vermuten Forscher daher, dass es in unserem Gehirn ein Zentrum für die Stimmerkennung geben muss – ähnlich wie wir auch ein spezielles Areal für die Gesichtserkennung besitzen. Doch bisher war sich die Wissenschaft nicht einig darüber, wo genau im Gehirn sich die Areale befinden, durch die wir eine Stimme wiedererkennen. [...] Patienten, deren Gehirn im rechten untern Scheitellappen geschädigt war, schnitten bei der Zuordnung der Stimmen zu Gesichtern deutlich schlechter ab. War dagegen ein bestimmtes Areal im rechten hinteren Schläfenlappen geschädigt, erkannten die Patienten die Stimmen überhaupt nicht wieder und konnten sie auch keinem Namen mehr zuordnen. Nach Ansicht der Forscher könnte dies erklären, warum bisherige Studie widersprüchliche Ergebnisse erbrachten. Offenbar ist die Region im Scheitellappen eng mit der Gesichtserkennung verknüpft. Die eigentliche Verarbeitung von bekannten und unbekannten Stimmen jedoch findet im hinteren Gyrus temporalis superior (STG) statt, wie Roswandowitz und ihre Kollegen herausfanden.« [23.12.2017, 09:59 Uhr, Quelle: Bild der Wissenschaft]

Peter Schlobinski

Ähnliche Nachrichten
Ex-News

News: Archiv

Sie suchen etwas Bestimmtes? Dann finden Sie es vielleicht in unserem Archiv. Stöbern Sie in 6267 Nachrichten oder durchsuchen Sie sie:

RSS2.0

News: Feed

Bleiben Sie immer kurz und aktuell auf dem Laufenden – mit den RSS-Feeds von mediensprache.net. mehr

Ihre Meinung

Kommentare zu dieser Seite