Aus der Presse

Forscher zweifeln an US-Fake-News-Erfolg

Die sogenannten »Fake News« sollen auf den Ausgang der US-Wahlen keinen Einfluss ausgeübt haben – sagen zwei Wissenschaftler.

Matthew Gentzkow und Hunt Allcott haben den durch Falschinformationen entstandenen Traffic untersucht und 1200 Wähler befragt. Ihr überraschendes (weil bislang anders diskutiertes) Ergebnis: Selbst die erfolgreichsten Fehlinformationen seien nur von einem Bruchteil der US-Bürger gesehen worden. Um das Wahlergebnis beeinflusst zu haben, hätten die Fehlinformationen so erfolgreich sein müssen wie 36 Fernsehwerbungen. Nach Aussagen der befragten Personen gaben nur 14 Prozent Facebook[] als wichtigste Informationsquelle für die Präsidentschaftswahlen an, Fernsehen sei deutlich wichtiger. Zudem hätten die Falschinformationen nur die Hälfte der Leserschaft geglaubt.

Die Forscher der Universitäten Stanford und New York räumen allerdings ein, dass Wähler nicht unbedingt eine bestimmte Geschichte im Kopf behalten müssen, um ein negatives Bild von einer Person zu entwickeln. Zudem nehme die Relevanz großer Medienhäuser stetig ab, während der Einfluss von Facebook & Co. zunehme – mit potenziell weitgehenden Konsequenzen, so die Forscher. [25.01.2017, 12:05 Uhr, Quelle: heise.de]

zur Studie (extern, PDF)

Torsten Siever

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