Aus der Presse

Wer Milliarden mit Internetdaten macht

»Networks of Control« – so heißt eine neue Studie über die Datensammelwut von Unternehmen, die Wolfie Christl mit der WU-Professorin Sarah Spiekermann vorgestellt hat.

»Visual DNA« – eines dieser vielen Unternehmen, die Daten über uns sammeln, wir aber gar nicht um ihre Existenz wissen. Gesammelt wird über Quiz, Preisausschreiben, ›Persönlichkeitstests‹ etc. Ob gesammelt wird und wer die Daten erhält, ist meist völlig unklar. »Die komplette Intransparenz der Firmen ist ein großes Problem«, erklärt[] der Wiener Forscher Wolfie Christl. »Wir wissen außerdem wenig darüber, wie umfangreich diese Sammlungen sind«, erklärt der Forscher. »Diese Firmen entscheiden, welche Angebote wir online sehen, welche Preise wir angezeigt bekommen oder wie lange wir in einer Telefonwarteschleife warten.« Zu den ganz großen Datenhändlern dieser Welt zählt die US-Firma Oracle, das größte Software-Unternehmen der Welt. Der Datenbankhersteller hat Profile von drei Milliarden Menschen erstellt. »Firmen wie Oracle arbeiten daran, eindeutige Identifikationsnummern für Menschen zu erstellen, um sie immer und überall zuordnen und identifizieren zu können, über Geräte, Plattformen und Lebensbereiche hinweg«, erklärt Christl. Rechtlich bewegen sich die Datensammler oft in Grauzonen, wehren kann sich nur eine ganze Gesellschaft. Einzelne Menschen würden nie zustimmen ihren kompletten Tagesablauf, alle Kontaktadressen und ihre Bewegungen an eine ihnen unbekannte Person weiterzugeben. Mit der Benutzung unseres Mobiltelefons machen wir das aber jeden Tag. Was bedeutet das für uns persönlich und uns als Gesellschaft? Wir wollen hier mit unserer Studie für mehr Transparenz und Bewusstsein sorgen.« [30.09.2016, 12:37 Uhr, Quelle: futurezone.at]

Download der Studienergebnisse (extern, PDF)

Torsten Siever

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