Aus der Presse

Millionen New Yorker erhalten Push-Mitteilung

Eine Fahndungsmeldung an Millionen Smartphones verunsichert, hatte allerdings einen sinnvollen Hintergrund – eine mögliche Terroristenjagd.

»Nichts ist gruseliger, als wenn alle Handys in einer vollen U-Bahn losgehen, um auf einen gesuchten Straftäter hinzuweisen«, beschreibt es die Journalistin Loren Gush auf Twitter[]. Um 7:45 Uhr bat die New Yorker Polizei die lokalen Behörden, in allen fünf Stadtbezirken einen so genannten »Wireless Emergency Alert« (WEA) auszulösen. Mit dieser wurden Millionen Menschen per Smartphones über einen gesuchten potentiellen Terroristen informiert; die Nachricht lautete: »Ahmad Khan Rahami, 28-jähriger Mann, Fotos entnehmen Sie den Medien, rufen Sie die 9-1-1 an, wenn Sie ihn sehen.« Dem genannten Mann wird vorgeworfen, die Bomben gebaut und platziert zu haben, die am Wochenende in New York und New Jersey 29 Menschen verletzt haben. Was in Deutschland Verunsicherung auslösen würde, wird in den USA als unzeitgemäß kritisiert: Jonathan Thompson, der Chef der Nationalen Sheriff-Vereinigung, bemängelte, dass man sich immer noch mit simpler Textkommunikation in Notsituationen abfinden müsse, da nur 90 Zeichen für diesen digitalen Notruf zur Verfügung stünden. Die Aktion hat nicht nur Verständnis ausgelöst: Der Journalist Brian Feldman kritisiert im New York Magazine unter der Überschrift »New Yorker haben gerade einen fürchterliche Notfall-Alarm erhalten« ein unverantwortliches Vorgehen seites der Behörden. [21.09.2016, 00:22 Uhr, Quelle: sueddeutsche.de]

Torsten Siever

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