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Hannover, 17.05.2008

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Networx Nr. 49

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Networx Nr. 49

Zeichen setzen für Europa. Der Gebrauch europäischer lateinischer Sonderzeichen in der deutschen Öffentlichkeit

Autor(in)

Kappenberg, Bernd

Jahr

2007

Ort

Hannover

Sprache

deutsch

Abstract

Die meisten Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas verwenden erweiterte lateinische Alphabete, die mit den gängigen westeuropäischen Zeichensätzen und Tastaturen nicht vollständig darstellbar sind, da sie besondere diakritische Zeichen (Caron, Breve, Ogonek etc.) enthalten. In der verwaltungstechnischen und redaktionellen Behandlung hat sich keine einheitliche Praxis zur Lösung dieses Problems durchgesetzt, obwohl die technischen Voraussetzungen inzwischen durchaus gegeben sind. Am Beispiel der für das deutsch-tschechische Verhältnis bedeutenden Beneš-Dekrete soll dies verdeutlicht werden: Es kam zu unterschiedlichen Reaktionen der einzelnen Medien auf das Vorkommen des Buchstabens š (s mit Caron), vom »Skalpieren« (Benes) über die Transliteration nach Duden (Benesch) bis hin zur Umstellung auf einen erweiterten lateinischen Zeichensatz (Beneš). Auf Internet-Seiten kommt es zu weiteren Schwierigkeiten: Abhängig von der Kombination der Zeichensatz-Einstellungen im HTML-Quelltext der Seite mit denen des vom Nutzer verwendeten Internet-Browsers wird statt des Zeichens š oftmals ein anderes Zeichen dargestellt. Ziel der Arbeit ist es, am Beispiel Deutschland die konkreten rechtlichen und technischen Grundlagen herauszuarbeiten, unter denen auf nationaler Ebene die Umstellung von Behörden und Medien auf eine »europäisierte Schreibweise«, d.h. auf die Verwendung eines paneuropäischen lateinischen Zeichensatzes für ausländische Personennamen, Ortsnamen und Begriffe, verbindlich durchgesetzt werden kann.

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