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Hannover, 21.05.2012

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Networx Nr. 15

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Networx Nr. 15

Kommunikationstheorie und Internet

Autor(in)

Kresic (ehem. Soldo), Marijana

Jahr

2000

Ort

Hannover

Sprache

deutsch

Abstract

Die Verbreitung computervermittelter Kommunikationsformen durch das Internet gibt Anlass zu untersuchen, inwiefern sich diese von herkömmlicher massenmedialer und interpersonaler Kommunikation unterscheiden. Raum-zeitliche Distanz zwischen den Kommunizierenden ist im digitalen Netz nahezu überwunden, so dass sich z. B. in der Chat-Kommunikation eine Annäherung an die mündliche face-to-face-Interaktion beobachten lässt, zudem scheint die Einseitigkeit der Massenmedien durch Möglichkeiten der interaktiven Beteiligung im World Wide Web aufgehoben.

Unter Berücksichtigung kommunikationstheoretischer, medienhistorischer, sprachwissenschaftlich-pragmatischer, psychologischer und soziologisch-philosophischer Ansätze konzentriert sich die Analyse auf zwei zentrale Kommunikationsformen im World Wide Web, und zwar auf das Publizieren und Abrufen von Web-Seiten und die Chat-Kommunikation. Es wird aufgezeigt, dass unter der Bedingung der Anonymität der Kommunizierenden grundlegende Unterschiede zu herkömmlichem sprachlichen Handeln bestehen. Ein wesentliches Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Ausklammerung der physischen und sozialen Identität des Senders von Internet-Botschaften in gewisser Weise seine Loslösung vom Kommunikationsprozess zur Folge hat. So zeichnet sich virtuelle Kommunikation u.a. durch soziale Distanz zwischen den Nutzern aus und kann im Vergleich zur Alltagskommunikation erheblich unverbindlicher, flüchtiger und hinterfragbarer sein. Netz-Kommunikation ist mit einem Spiel vergleichbar, wobei die Beteiligten ihre Identität frei konstruieren und Mitglied beliebig vieler virtueller Kommunikationsgemeinschaften sein können. Zur Veranschaulichung der Analyse werden Beispiele von Web-Seiten und Auszüge aus Chat-Gesprächen angeführt.

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networx-15.pdf (1170 KB)

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Anhang (Dateigröße!) (3660 KB)

 

erstellt: 04.04.2000

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