Networx Nr.
14
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Networx Nr.
14
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Anglizismen im Internet
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Autor(in)
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Schlobinski, Peter
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Jahr
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2000
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Ort
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Hannover
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Sprache
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deutsch
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Abstract
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Das Englische ist auf dem Vormarsch, es 'ist die neue lingua franca unserer Zivilisation' schreibt Cebrián (1999: 190) in seinem Bericht 'Im Netz – die hypnotisierte Gesellschaft' an den Club of Rome. Dabei gilt der zunehmende Gebrauch von Anglizismen nicht wenigen als Überfremdung der deutschen Sprache, als Gefährdung eines 'gesunden Sprach- und Kulturpatriotismus', wie ihn der Verein zur Wahrung der deutschen Sprache für sich reklamiert. Einfallstor dieser 'Überflutung' sei im Besonderen der Bereich Computer und elektronische Kommunikation. Inwieweit Anglizismen in der elektronischen Kommunikation (im Internet) tatsächlich vorkommen, welchen Stellenwert sie haben, welchen Sprach- und Stilschichten sie zuzuordnen sind - dies ist Gegenstand des vorliegenden Beitrags. Hierfür nehme ich eine deskriptive Analyse vor von
1. Web-Sites,
2. E-Mail-Kommunikation und
3. Chat-Kommunikation.
Aus der Analyse lassen sich folgende Schlussfolgerungen ziehen:
1. Zweifelsohne hat die neue, in den USA entwickelte Kommunikationstechnologie auch sprachlich seinen Niederschlag insofern gefunden, als fachsprachliche englische Wörter in andere Sprachen 'exportiert' werden. Hier jedoch von einer Überflutung oder gar Kolonialisierung zu sprechen, ist angesichts der empirischen Befunde völlig überzogen.
2. Sicherlich gibt es gelegentlich Unsicherheiten bei der Schreibung von Anglizismen und der Integration in das grammatische System. Allerdings sind die Fälle völlig unspektakulär und es ist in Sprachwandelprozessen ganz normal, dass konkurrierende Varianten nebeneinander stehen bis schließlich eine Variante sich durchgesetzt hat und in das jeweilige sprachliche System maximal und/oder optimal integriert ist.
3. Für Pidginisierung oder einen Angriff auf den 'Tiefencode der deutschen Sprache' gibt es keine Evidenzen. Phänomene des Stilmix – die Integration verschiedener Text- und Sprachebenen oder der Mix schrift- und sprechsprachlicher Elemente - gibt es nahezu so lange, als es das Medium 'Schrift' gibt.
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erstellt: 21.02.2000
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aktualisiert: nein
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