Medienanalyse

IMT-Verschriftungsrichtlinien

Das in diesem Abschnitt vorgestellte Verschriftungssystem wird im Gegensatz zu den bisher beschriebenen nicht in erster Linie benutzt, um Äußerungen gesprochener Sprache zu verschriften, obwohl indirekt auch dieser Funktion dabei durchaus entsprochen werden kann. Die primäre Funktion ist jedoch eine andere. Jeder sprachvergleichend arbeitende Linguist wird sich früher oder später die Frage stellen müssen, wie sich grammatische Information in Texten einer zu untersuchenden Sprache in einer anderen Sprache möglichst exakt wiedergeben lässt. Diesem Zweck dienen die so genannten interlinearen Morphem- oder Interlinearglossierungen, die in der Regel in einer extra dafür eingerichteten zusätzlichen Zeile eine mehr oder weniger umfangreiche morphemische Übersetzung bzw. Analyse eines Textes der Ausgangssprache in der Zielsprache liefern. Die Kriterien, die dabei zur Anwendung kommen, sind jedoch leider alles andere als einheitlich.


CHRISTIAN LEHMANN war der erste, der für die interlinear morphemic translation (IMT), wie er sie nennt, Basiskriterien für einen möglichen allgemeingültigen Standard formuliert hat ("Directions for Interlinear Morphemic Translation", in: Folia Linguistica XVI, 1982: 199-224).


Diese Kriterien werden im folgenden PDF-Dokument anhand eigener Beispiele erläuternd wiedergegeben und dort, wo unserer Ansicht nach Bedarf besteht, ergänzt.


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