Literatur

Details zur Publikation

Im Folgenden sind alle verfügbaren Informationen aufgeführt, die zur gewählten Publikation vorliegen.

Perrin, Daniel (2006). Medienlinguistik. Konstanz.

ISBN: 3825225038

Weiterführende Informationen

Rezensionen

Friederike Herrmann (Dozent(in)) schrieb zu diesem Titel:

Die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft tut sich schwer mit der Medienlinguistik. Obwohl es eine Binsenweisheit ist, dass Medien nicht ohne Sprache auskommen, wird dieses Feld in Systematisierungen des Faches gerne übersehen oder zumindest marginalisiert. Insofern ist man dankbar für jede Veröffentlichung, die sich explizit dem Thema Mediensprache widmet. Daniel Perrins Band "Medienlinguistik" tut dies in besonders erfreulicher Weise: Er richtet sich erstens ausdrücklich auch an Leser, die von Begriffen und Theorien der Linguistik noch keine Vorstellung haben, wie etwa Studienanfänger. Und er bindet zweitens die gewonnenen Einsichten ganz eng an die Medienpraxis an. Vor allem Leser, die sich das Wissensgebiet im Selbststudium aneignen wollen, werden die vielen Arbeitsaufgaben hilfreich finden. Berücksichtigt werden Presse, Radio, Fernsehen und Internet. Die Einteilung ist klar und übersichtlich: In einem ersten Abschnitt stellt Perrin die Medienlinguistik als wissenschaftliche Teildisziplin der Linguistik vor. Hier lernen die Leser wichtige Begriffe und Methoden kennen und bekommen eine Vorstellung davon, was wissenschaftliches Denken und Forschen heißt. Der zweite Teil systematisiert medienlinguistisches Wissen aus drei Perspektiven: Umwelt, Funktion und Struktur. Der Begriff der Umwelt erfasst die Untersuchung des direkten Gespräches von Kommunikatoren, in den Bereich der Funktion fällt beispielweise der Zusammenhang von Sprache und kognitiven Prozessen. Die Strukturperspektive widmet sich unter anderem Fragen der Phonetik und der Syntax. Im dritten Teil schlägt Perrin die Brücke zu Forschungsprojekten und ihrem Nutzen für die Medienpraxis. Dieser Teil ist für Anfänger wie Kenner des Faches gleichermaßen wertvoll: Anfängern veranschaulicht er, wofür medienlinguistisches Wissen nützlich sein kann, Linguisten erhalten Einblick in die Anwendung der von Perrin entwickelten Progressionsanalyse in der Praxis. Dieser deutliche Bezug auf die journalistische Praxis unterscheidet Perrins Buch von anderen Einführungen in die Medienlinguistik. Eine beigelegte CD-ROM ermöglicht es, das erworbene Wissen zu vertiefen und seine Anwendung an Aufgaben zu üben. Aktualisierungen und weitere Informationen sind auch über das Internet greifbar. Sehr hilfreich ist auch die Einbindung der Literaturverweise direkt in den Text. Geschickt gestaltet und mit stichwortartigen Kommentaren versehen, geben sie den Lesern sehr gezielte Hinweise, wo sie das jeweilige Thema vertiefen können. Die Neigung des Autors zu Systematik und Didaktik ist meist sehr hilfreich, wirkt aber an manchen Stellen etwas überzogen und stört gelegentlich den Textfluss. Insgesamt hat Perrin jedoch ein verständliches und anschauliches Buch vorgelegt, das Studienanfängern wie fachfremden Wissenschaftlern einen übersichtlichen Einstieg ins Gebiet der Medienlinguistik bietet.

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