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Wenzel, FriedrichThomas BahnLuise RegierLydia Winschel (1998). »Visualisierung russischer fachsprachlicher Grammatik in einem interaktiven multimedialen System«. In: Heyer, GerhardChristian Wolff (Hg.). Linguistik und Neue Medien. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag. S. 51-70.

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Abstract: In diesem Band sind Vorträge versammelt, die auf der 10. Jahrestagung der Gesellschaft für Linguistische Datenverarbeitung gehalten wurden. Sie fand vom 17.- 19. März 1997 am Institut für Informatik der Universität Leipzig statt, die erste Jahrestagung der GLDV in den neuen Bundesländern. Unter dem Titel Linguistik und neue Medien decken die Beiträge ein breitgefächertes Themenspektrum ab: Neben klassischen Themen der linguistischen Datenverarbeitung wie Computerlexikographie und Parsing fanden insbesondere aktuelle Themenfelder wie Multimediatechnologie und Anwendungen im WorldWideWeb Berücksichtigung. Diese breite Themenabdeckung steht in Einklang mit der inhaltlichen Ausrichtung der GLDV, die bewusst ein Fachverband sowohl für Computerlinguistik im engeren Sinn als auch für alle Anwendungen der Sprachtechnologie sein will. Die Aufsätze sind insofern für einen breit gestreuten Leserkreis von Interesse. Die insgesamt 21 Beiträge lassen sich in die folgenden thematischen Schwerpunkte aufgliedern
I. Electronic Publishing, Multimedia und Informationsdienstleistungen
II. Computerlexikographie & Terminologiesysteme
III. Morphologie, Syntax & Parsing
IV. Information Retrieval & statistische Ansätze in der Linguistik
Nachfolgend wollen wir einführend eine knappe Übersicht zu den einzelnen Beiträgen geben.
Electronic Publishing, Multimedia und Informationsdienstleistungen
Der erste Themenbereich umfaßt ein heterogenes Spektrum von Aufsätzen, die in unterschiedlicher Weise den Bezug zwischen (Computer-)linguistik und neuen Medien – daher auch das Motto der Tagung – herstellen. Rainer KUHLEN stellt in seinem Beitrag, der auf einen eingeladenen Vortrag zurückgeht, die Organisationsformen und Mehrwertleistungen elektronischer Märkte vor; dabei zeigt er insbesondere auf, welche Rolle linguistische Technologien (z.B. automatic abstracting) für solche Dienstleistungen haben können.
Gerhard HEYER & Chrisitian WOLFF erörtern, welchen Beitrag klassische Theorieansätze aus der linguistischen Pragmatik und der künstlischen Intelligenz für die Entwicklung und Strukturierung von Multimedia-Anwendungen leisten können und spielen eine Operationalisierung der Sprechakttheorie an einem praktischen Beispiel durch.
Mit RECALL präsentiert Tibor KISS ein System, das intelligente Unterstützung im Bereich computer aided language learning (call) gibt und mit Standard-Webtechnologien realisiert wurde. Dabei wird dem insbesonere eine intelligente Fehlerkorrektur beim Erlernen syntaktischer Srukturen gegeben.
Angelika STORRER geht auf textlinguistische Probleme bei der Erstellung komplexer Hypertexte ein und gibt am Beispiel der elektronischen Fassung einer Grammatik des Deutschen eine detaillierte Konvertierungsmethode an.
Abschließend diskutieren Friedrich WENZEL et al. den Einsatz von Multimediatechnologien im Spachlehnrunterricht und stellen ein System vor, bei dem unter Zusammenwirken verschiedener Multimediatechnologien sprachliche Strukturien visualisiert und manipuliert werden können.
Computerlexikographie & Terminologiesysteme
Im zweiten Themenschwerpunkt standen sowohl theoretische wie eher praktisch orientierte Beiträge zur Fragen der Computerlexikographie und der Verwaltung terminologischer Information im Mittelpunkt. Dabei lässt sich ein guter Überblick insbesondere zum Entwicklungsstand elektronischer Lexika des Deutschen gewinnen, wobei der Trend zur automatischen Verarbeitung großer Textcoropora beim Aufbau von Lexika offensichtlich ist.
In einem eingeladenen Vortrag stellt Gregor THURMAIR ein im Rahmen des Projektes AVENTINUS entwickeltes multilinguales Lexikon vor. Im Mittelpunkt steht dabei die Widerverwendbarkeit der linguistischen Ressourcen für unterschiedliche Anwendungszwecke.
Lothar LEMNITZER geht auf das Problem der automatischen Wissensextraktion aus großen Textcorpora ein und vergleicht unterschiedliche statistische Verfahren für die Gewinnung komplexer lexikalischer Einheiten.
Das Projekt Der Deutsche Wortschatz, präsentiert von Uwe QUASTHOFF, hat sich zur Aufgabe gestellt, aus heterogenen Quellen das umfangsreichste Vollformenlexikon des Deutschen aufzubauen und für unterschiedliche Anwendungszwecke (Rechtschreibprüfung, maschinelle Übersetzung etc.) zu nutzen.
Ähnlich wie Lothar Lemnitzer und Uwe QUASTHOFF geht auch Jürgen OESTERLE auf das Problem der (semi-)automatischen Extraktion linguistischen Wissens ein. Er zeigt dies am Beispiel des CISLEX auf, einem umfangreichen und hochstrukturierten elektronischen Lexikon und im Zusammenspiel mit einer Grammatik für Nomialphrasen.
Die beiden letzten Beiträge dieses Themenbereichs stellen das Problem der Terminologiearbeit in den Mittelpunkt. Jan Lass stellt eine operationale Terminologierdatenbank vor, die Terminologen allen wesentliochen Funktionsbereichen im Umgang mit terminologischem Wissen unterstützt und in andere Anwendungen (Textverarbeitung, maschinelle Übersetzung) eingebunden werden kann.
Abschließend stellt Katja KRÜGER das System TermLand vor, das Übersetzer und Terminologen bei der Termerkennung unterstützt und im Sinne eines translation memory aus bereits vorliegenden Übersetzungen je geeignete Termkandidaten ermittelt.
Morphologie, Syntax & Parsing
Im dritten Themenfeld der GLDV-Tagung sind Beiträge versammelt, die sich den klassischen computerlinguistischen Arbeitsgebieten Syntax, Parsing und Morphologie widmen. Dabei reicht das Spektrum von Parsinganwendungen bis hin zu Visualisierungssystemen, die linguistische Theoriemodelle transparent machen wollen.

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