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Aschwanden, Brigittem (2001). »'Wär wot chätä?' Zum Sprachverhalten deutschschweizerischer Chatter«. <http://www.mediensprache.net/networx/networx-24.pdf>. In: Networx, Nr. 24. Zürich.

ISSN: 16191021

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Abstract: Die linguistische Situation der deutschen Schweiz hat wiederholt von sich sprechen gemacht. Ferguson führte sie in seinem berühmten Artikel als eines von vier Beispielen typischer Diglossie-Situation an und Kolde brachte diese Situation vor 20 Jahren auf den Begriff der 'medialen Diglossie'. Gerade in diesen Jahren haben jedoch grosse gesellschaftliche Veränderungen stattgefunden, die nicht ohne Auswirkungen auf die Sprache bleiben konnten. Die relativ klare Funktionsteilung zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit scheint sich aufzulösen oder stark zu verwischen. Die neuen elektronischen Kommunikationsmittel schaffen Kommunikationssituationen und -formen, wie sie bis jetzt noch nicht existiert haben und wo diese klare Trennung nicht mehr besteht.
Ziel der vorliegenden Studie ist es, vor diesem Hintergrund einen Ausschnitt aus dem deutschschweizerischen sprachlichen Alltag zu untersuchen, der stark von diesen neuen Kommunikationsmitteln geprägt ist: das Chatten. Die Frage, inwiefern es sich bei den Chats konzeptionell um eine mündliche, resp. um eine schriftliche Kommunikationsform handelt, ist insofern von Bedeutung, als es sich bei der Auseinandersetzung über die deutschschweizerische Sprachsituation und somit auch bei der Erörterung des sprachlichen Verhaltens der Deutschschweizer in den Chats gerade um Fragen dieser Art handelt.
Gegenstand des vorliegenden Beitrags ist also a) eine detaillierte Analyse der konstitutiven Merkmale der Kommunikationsform Chat aus der Perspektive der Mündlichkeits-/Schriftlichkeitsdiskussion und b) die Erörterung einiger Aspekte des schriftlichen Dialektgebrauchs in Deutschschweizer Chats, vor allem Fragen der Graphematik und der Codeselektion.
Aus der Analyse ergibt sich, dass in den Deutschschweizer Chats ein massiver Gebrauch der Dialektsprache, die lautgetreu und weit entfernt von einer Normierung transkribiert wird, festzustellen ist. Dieser normfreie, geschriebene Dialekt ist für Deutschschweizer Chatter ein ebenso identitätsstiftendes Merkmal wie andere, bereits beschriebene, chat-eigene Ausdrucksformen.

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