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Hannover, 21.11.2008

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MMS - Multimedia Message Service

(jr) MMS, der Multimedia Message Service ist (im Vergleich zu EMS) der "echte" Nachfolger der SMS und soll den bislang spröden Charme der Text-Nachrichten durch die Integration von Farbbildern, Sprachmitteilungen (und später auch Videosequenzen) aufheben.
Neben dem Versand eigener Bilder können so etwa schon von der SMS bekannte Abo- oder Info-Dienste wie Wetter-Nachrichten mit grafischen und animierten Karten aufgewertet werden.
MMS wurde von dem Third Generation Partnership Project (3GPP) festgelegt, wobei die Zeichenzahl – im Gegensatz zur SMS – unbegrenzt ist. Darüber hinaus ist eine Formatierungsmöglichkeit für Text möglich.

Technische Realisierung

MMS eignet sich sowohl für GSM-, als auch für GPRS- und UMTS-Netze. Als Programmiersprache wird das WAP-Protokoll benutzt. Als Voraussetzung für die Nutzung von MMS müssen Handys in der Lage sein, das WAP-Protokoll zu verarbeiten sowie über einen MMS-Client verfügen.
Hersteller von MMS-Geräten empfehlen die Nutzung der Geräte via GPRS, da hier bei einer Bündelung von etwa vier Kanälen 53 kbit/s übertragen werden können. Eine durchschnittliche SMS beträgt etwa 140 Byte, während eine MMS mehrere kByte beansprucht (reine Text-MMS ca. 1 kByte, Nachricht mit Foto ca. 30 kByte, Nachricht mit Foto ca. 60 kByte, Nachricht mit Video (20 Sec.) ca. 100 kByte). Auf Grund der vergleichsweise hohen Datenmengen verfügen MMS-fähige Mobiltelefone über einen integrierten Speicher (so etwa 4 MB beim Nokia 7650).

Datenformate

MMS eignet sich sowohl für GSM-, als auch für GPRS- und UMTS-Netze. Als Übertragungsprotokoll wird das WAP-Protokoll benutzt. Die Programmiersprache heißt SMIL (Synchronized Multimedia Integration Language) und erlaubt die Erstellung von selbstablaufenden Präsentationen. Damit Handys die Anforderungen auch herstellerübergreifend erfüllen, haben sich führende Firmen (etwa Siemens, Nokia, Motorola, Ericsson u.a.m) auf ein Minimum an Anforderungen geeinigt, die ein MMS-Handy erfüllen muss. Hierzu gehören die Bildformate GIF87a, GIF89a, JPEG, und WBMP. Bei diesen Bildformaten muss das Handy in der Lage sein, sie in einer Maximalauflösung von 160x120 Pixeln darzustellen. Audiodateien müssen nach dem AMR-Format kodiert sein. Insgesamt müssen MMS-Handys in der Lage sein, Multimediadateien von mindestens 30 kByte zu empfangen.

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