MMS - Multimedia Message Service
(jr) MMS, der
Multimedia Message Service ist (im Vergleich zu EMS) der "echte"
Nachfolger der SMS und soll den bislang spröden Charme der
Text-Nachrichten durch die Integration von Farbbildern,
Sprachmitteilungen (und später auch Videosequenzen) aufheben.
Neben dem Versand eigener Bilder können so etwa schon von der SMS
bekannte Abo- oder Info-Dienste wie Wetter-Nachrichten mit grafischen
und animierten Karten aufgewertet werden.
MMS wurde von dem Third Generation Partnership Project (3GPP)
festgelegt, wobei die Zeichenzahl – im Gegensatz zur SMS – unbegrenzt
ist. Darüber hinaus ist eine Formatierungsmöglichkeit für Text möglich.
Technische Realisierung
MMS eignet sich sowohl für GSM-, als auch für
GPRS- und UMTS-Netze. Als Programmiersprache wird das WAP-Protokoll
benutzt.
Als Voraussetzung für die Nutzung von MMS müssen Handys in der Lage
sein, das WAP-Protokoll zu verarbeiten sowie über einen MMS-Client
verfügen.
Hersteller von MMS-Geräten empfehlen die Nutzung der Geräte via GPRS, da
hier bei einer Bündelung von etwa vier Kanälen 53 kbit/s übertragen
werden können. Eine durchschnittliche SMS beträgt etwa 140 Byte, während
eine MMS mehrere kByte beansprucht (reine Text-MMS ca. 1 kByte,
Nachricht mit Foto ca. 30 kByte, Nachricht mit Foto ca. 60 kByte,
Nachricht mit Video (20 Sec.) ca. 100 kByte). Auf Grund der
vergleichsweise hohen Datenmengen verfügen MMS-fähige Mobiltelefone über
einen integrierten Speicher (so etwa 4 MB beim Nokia 7650).
Datenformate
MMS eignet sich sowohl für GSM-, als auch für
GPRS- und UMTS-Netze. Als Übertragungsprotokoll wird das WAP-Protokoll
benutzt. Die Programmiersprache heißt SMIL (Synchronized Multimedia
Integration Language) und erlaubt die Erstellung von selbstablaufenden
Präsentationen. Damit Handys die Anforderungen auch
herstellerübergreifend erfüllen, haben sich führende Firmen (etwa
Siemens, Nokia, Motorola, Ericsson u.a.m) auf ein Minimum an
Anforderungen geeinigt, die ein MMS-Handy erfüllen muss. Hierzu gehören
die Bildformate GIF87a, GIF89a, JPEG, und WBMP. Bei diesen Bildformaten
muss das Handy in der Lage sein, sie in einer Maximalauflösung von
160x120 Pixeln darzustellen. Audiodateien müssen nach dem AMR-Format
kodiert sein. Insgesamt müssen MMS-Handys in der Lage sein,
Multimediadateien von mindestens 30 kByte zu empfangen.
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