Linguistik

Syntax: Relationen (Attribute, Satzglieder)

El Lingo - Tutor und ein wenig oberlehrerhaft. ;-)

Während syntaktische Kategorien die strukturellen Eigenschaften einer Phrase beschreiben, drücken syntaktische Relationen die Beziehungen der strukturellen Einheiten zueinander aus. Dabei steht die Frage im Vordergrund: Welche Funktion übernimmt eine bestimmte Phrase innerhalb eines bestimmten Satzes? „Begriffe wie 'Subjekt‚, 'Prädikat', 'Objekt', 'Attribut'‚ und 'adverbiale Bestimmung' sind relationale Begriffe" (Eisenberg 2008: 38).

Eine NP wie die Journalistin kann dabei in unterschiedlichen Sätzen sowohl die Funktion des Subjekts als auch die des Akkusativobjekts übernehmen.

Die Journalistin schreibt einen Artikel.
Ich kenne die Journalistin.

Syntaktische Relationen bestehen sowohl auf Satzebene (Satzgliedfunktionen) als auch innerhalb der NP. Auf der Ebene der NP sprechen wir von attributiven Relationen. Auf der Ebene des ganzen Satzes sprechen wir in Abhängigkeit von der Verbvalenz entweder von Objektrelationen (Ergänzungen) oder von Adverbialen (Adjunkte).

Syntaktische Relationen werden in Baumgraphen als Pfeile dargestellt. Attribute werden immer auf das Kernnominal der NP bezogen. In einigen Grammatiken werden die Satzgliedfunktionen auf das Verb bezogen, in anderen auf den ganzen Satz.

Syntaktische Relationen

 

Weitere Informationen

Anschlussartikel gibt es zu

Attributen

Satzgliedfunktionen


Netaya Lotze & Sebastian Sprengel

Zitierte Literatur

Eisenberg, Peter (2006). Grundriß der deutschen Grammatik. Band 2: Der Satz. Stuttgart. mehr

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