Syntax: Klassifikation lexikalischer Kategorien
Bei der Klassifikation von Wörtern hinsichtlich ihrer lexikalischen Kategorie nach strukturellen Kriterien können Entscheidungsbäume hilfreich sein: 
Abb. 1: Klassifikation nach Duden 4, S. 133 Um die Wortarten zu ermitteln, bedient man sich also der so genannten Flektierbarkeitsprobe. Zur Abgrenzung von Adjektiven und Adverbien kann man eine Einsetzprobe durchführen. Adjektive müssen sich zwischen einem Artikelwort und einem Substantiv einsetzen lassen. Um z.B. grün als Adjektiv zu klassifizieren, kann man es in einer Beispielphrase auf diese Position rücken. Das grüne Monster ist grammatisch, wohingegen ein Adverb an der selben Stelle eine ungrammatische Phrase ergibt: *Das gestern Monster. Adjektive bleiben der lexikalischen Kategorie nach immer Adjektive, auch wenn sie der syntaktischen Funktion nach adverbial oder prädikativ gebraucht werden. Das grüne Monster schläft. Das Monster streicht sein Haus grün. Das Monster ist grün. Artikelwörter und Pronomen weisen ein überschaubares Inventar an Lexemen auf, so dass wir sie anhand von Wortlisten bestimmen können. Dabei können auch folgende Subklassen analysiert werden: - Artikel: bestimmter und unbestimmter Artikel, Negationsartikel, Pronomina in adsubstantivischem Gebrauch (vgl. Possessivartikel)
- Pronomen: Personalpronomen, Possessivpronomen, Demonstrativpronomen, Indefinitpronomen, Reflexivpronomen, Interrogativpronomen, Relativpronomen
Syntaktisch können sich Wortarten in Einzelfällen wie andere Wortarten verhalten. So sind Partizipien z.B. Verbformen, die aber wie Adjektive dekliniert werden können. Das brüllende Monster Des brüllenden Monsters Das Partizip ist hier also eine adjektivisch gebrauchte Verbform. Das gleiche Prinzip gilt auch bei der Substantivierung von Adjektiven: das substantivierte Wort ist nach Duden (S. 134) ein Adjektiv, das nominal gebraucht wird. Der Neue Etwas Neues Wie die Artikelwörter, die Pronomen und die Nichtflektierbaren können auch Verben hinsichtlich ihrer Subklassen bestimmt werden: - Vollverben wie laufen, schenken, fressen oder brüllen
- Hilfsverben oder Auxiliare: haben und sein
- Modalverben: können, müssen, dürfen, wollen, sollen, mögen und möchten
- Kopulaverben: sein, werden und bleiben.
Zitierte Literatur Duden, Der (2005). Die Grammatik, Band 4. 7. Aufl. Mannheim et al.
Netaya Lotze
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erstellt: 23.01.2011
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aktualisiert: 24.01.2011
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