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Linguistische Grundlagen

Hier finden Sie den sechsten und jüngsten Bereich von mediensprache.net: basix. Er soll den anderen insofern als Basis dienen, als er die notwendigen linguistischen Grundlagen zum Gegenstand hat. Der Bereich wird – wie die anderen – sukzessive ausgebaut und besteht aus den Bereichen Phonologie/Phonetik, Morphologie, Syntax, Semantik, Semiotik und Pragmatik. Sie finden hier auch etwas über die Themen Orthografie, Sprachökonomie und E-Learning.

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NEUOrthografie

Tipp: Getrennt- oder Zusammenschreibung von »zu-Infinitiven«

Immer wieder stelle ich fest, dass Unsicherheiten bezüglich der Getrennt- oder Zusammenschreibung von Infinitiven mit »zu« bestehen. Die Regel ist jedoch relativ einfach. Betrachten wir das Beispiel »zusammenschreiben« (in einem Wort schreiben) vs. »zusammen schreiben« (gemeinsam etwas schreiben): 1) Wenn die Grundform zusammengeschrieben wird, so schreibt man auch den Infinitiv mit «zu» zusammen: »Der Duden empfiehlt, bestimmte Wörter zusammenzuschreiben, die Getrenntschreibung ist jedoch oftmals auch korrekt.« 2) Schreibt man die Grundform getrennt, wird auch der Infinitiv mit »zu« getrennt geschrieben: »Jan und ich haben uns entschieden, das Buch zusammen zu schreiben.« (27.02.2017)

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NEUPublikation im Fokus

Digitale Gespräche in einer virtuellen Welt? Eine linguistische Analyse der kommunikativen Spezifika spanischer Freizeitchat-Kommunikation im Spannungsfeld von Mündligkeit und Schriftlichkeit

Die Heidelberger Dissertation „Digitale Gespräche in einer virtuellen Welt?“ diskutiert die kommunikationstheoretische Verortung des spanischen Freizeitchat im Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit. Um ein möglichst ganzheitliches Bild der getippten Kommunikation zu zeichnen, wird zunächst die Bedeutung des medialen Kontexts (d.h. des durch das Medium Computer generierten Offline- und Online-Kontextes) sowie der Chatprogramme beleuchtet. So ermöglicht es der Vergleich der Programme „Internet Relay Chat“, „Instant Messaging-System“ und „Web-Chat“ allgemeine Konstitutiva des Kommunikationsvollzuges zu identifizieren und von technologisch bedingten Unterschieden zu differenzieren. Weiter wird zwischen im beruflichen Kontext und im freizeitlichen Bereich eingesetzten Chat-Angeboten unterschieden, da sowohl die Quantität als auch die Modalität bestimmter Verfahren und Elemente in Abhängigkeit vom Kommunikationsziel variieren. Diese Differenzierung ist besonders wichtig, da der Großteil der Phänomene, die häufig als Hinweise zur Situierung von Chat-Kommunikation im Rahmen von Mündlichkeit interpretiert werden (z. B. der hohe Anteil umgangssprachlicher Elemente oder die Verwendung von Emoticons[]), nur für im Freizeitbereich angesiedelte Chats als charakteristisch gelten können. Um schließlich die Gradualität dieser verschiedenen Einflüsse auf die im Freizeit-Chat vollzogene Interaktion sowohl in Bezug auf die Modalität des Kommunikations-vollzuges als auch auf sprachlicher Ebene bewerten zu können, wird die Klassifikation des Chats als Kommunikationsform oder kommunikative Gattung diskutiert und dieser in Anlehnung an Beißwenger 2007 als Kommunikationsform identifiziert, in deren Rahmen die kommunikative Gattung des Freizeit-Chats bereitgestellt wird. Im Anschluss wird die sprach- und kommunikationstheoretische Grundlage für die Situierung des spanischen Freizeitchats im Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit gelegt, indem Mündlichkeit und Schriftlichkeit zunächst aus medial-extensionaler Perspektive beleuchtet werden, d.h. die in der aktuellen Forschungsliteratur auf dieser Basis der gesprochenen und geschriebenen Sprache zugesprochenen Merkmale kontrastiert und im Kontext der kommunikativen Gattung erörtert werden. In einem zweiten Schritt werden Mündlichkeit und Schriftlichkeit aus einer von der Realisationsform der Sprache unabhängigen Perspektive betrachtet, indem das von Peter Koch und Wulf Oesterreicher etablierte Modell kritisch diskutiert wird, das die respektiv charakteristischen Elemente auf prototypisch graduierende Weise bestimmt. In diesem Kontext wird auch die Anwendbarkeit der Konzepte Text, Diskurs und Paradiskurs auf die im Rahmen der Chat-Technologie vollzogene Kommunikation reflektiert und die in der aktuellen medienlinguistischen Forschung diskutierten Vorschläge zur kommunikationstheoretischen Verortung von computervermittelter Kommunikation im Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit von Kattenbusch 2002, Berruto 2005, Dürscheid 2003 betrachtet. Auch die von Ágel und Hennig 2007 entwickelte Theorie des Nähe- und Distanzsprechens wird vorgestellt und im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit auf Freizeit-Chat-Kommunikation beleuchtet. Auf dieser Basis wird nun ein durch Dürscheid 2003 und Ágel und Hennig 2007 inspiriertes Konzept der medial-extensionalen Bestimmung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit bei deren gleichzeitiger prototypisch-graduierender Differenzierung entwickelt und die Kommunikation im spanischen Freizeit-Chat Lycos als Nähesprechen identifiziert, indem die durch die Qualität der kommunikativen Nähe ausgelösten sprachlichen Besonderheiten beschrieben und auf die sie bedingenden Dimensionen zurückgeführt werden. Hierbei werden sowohl die durch das Medium im Sinne Koch/ Oesterreichers determinierten Phänomene als auch die weder durch die schriftliche Realisierung noch durch eine Nähe- oder Distanz-Dimension ausgelösten, jedoch durch eine Kommunikationsbedingung generierten Merkmale berücksichtigt und mit Hilfe von dem spanischen Freizeit-Chat Lycos entnommenen Sprachmaterial veranschaulicht. So lässt z. B. die Selbstwahrnehmung der Chatter als Sprecher oder Schreiber (d. h. die in Lycos Chat verwendete Gesprächs- und Textmetaphorik) Rückschlüsse auf die Perzeption der besonderen Qualität der Schriftlichkeit durch die Teilnehmer zu, die der interaktiven Gestaltung der quasi-synchronen Kommunikation in einem gemeinsamen Kommunikationsraum durch die Verwendung von decir, contar, charlar, oír und escuchar Rechnung tragen, aber hier auch escribir und leer verwenden, was darauf hindeutet, dass die Charakteristika der Freizeit-Chat-Kommunikation in Lycos einerseits im Kontrast zu den Vorstellungen der Teilnehmer von prototypischer Schriftlichkeit stehen, sich die Teilnehmer andererseits jedoch über deren Differenzen zur gesprochenen Sprache durchaus bewusst sind. mehr

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Li, Xiaoyu (2007). »Über die rhetorischen Merkmale der SMS-Texte«. Aufsatz in der Zeitschrift Südforum. mehr

Branner, Rebecca (2002). »Zitate aus der Medienwelt. Zu Form und Funktion von Werbezitaten in natürlichen Gesprächen«. Aufsatz in der Zeitschrift Muttersprache. mehr

Mayor, Guy Andre (2002). Anonymität und Öffentlichkeit. Eine textlinguistische Untersuchung und Beschreibung der Rubrik »Schatzchäschtli« des Zürcher Tages-Anzeigers, ihrer Texte und Textsorten von 1978 bis 1998. Luzern: ars pro toto. mehr


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Kommentare zu dieser Seite

Vielen dank! Die Seite hat mir bei meienr BA-arbeit gut geholfen.
Freitag, 25. April 2014 Moyang
Die Infos sind sehr hilfreich, bitte unbedingt erweitern.
Samstag, 29. März 2014 Juliane_Briem
Sie sollten die Rubriken mit neuen Begriffen kodieren um seriöser zu wirken. Ausserdem sollten Sie das Seitendesign neu überarbeiten und links besser farblich hervorheben (:
Montag, 9. Juli 2007 Gast