Mediensprache

Internationale Studie zur Nicknamenwahl

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Nach dem erfolgreichen internationalen Weblog- und Twitter[]-Projekt widmet sich ein internationales Forscher(innen)team der Wahl von Nicknamen in sozialen Medien. In seinem gleichlautenden Beitrag schreibt Georgios Gkoutzourelas: »Besonders interessant wäre eine kontrastive Analyse von Nicknamen zwischen unterschiedlichen Sprachen. Ein Blick auf die griechischen Nicknamen bei Twitter lässt vermuten, dass Namen mit einer politischen Bedeutung im Vordergrund stehen, was im deutschen Raum nicht der Fall ist.« (Gkoutzourelas 2015)

Das Thema ist besonders in sprach- und kulturturvergleichender Perspektive äußerst interessant und lohnenswert für einen Vergleich. Dank eines gemeinsamen Analysrasters und -tools sind die Auswertungsdaten maximal vergleichbar gestaltet.
Beteiligt sind am Projekt 17 internationale Forscherinnen und Forscher, die die formale und semantische Struktur von Nicknames in folgenden 14 Sprachen erforschen und vergleichen:

  • Chinesisch (Jia Zhu)
  • Deutsch (Peter Schlobinski & Torsten Siever)
  • Englisch (Saskia Kersten & Netaya Lotze)
  • Italienisch (Sandro Moraldo)
  • Japanisch (Michaela Oberwinkler & Hiromi Shira)
  • Koreanisch (Ho Jin Kim)
  • Kroatisch (Alexa Mathias & Anita Pintaric)
  • Luxemburgisch (Francois Conrad)
  • Marokkanisches Arabisch (Naima Tahiri)
  • Niederländisch (Christina Siever)
  • Portugiesisch (Rute Isabel Fernandes Soares)
  • Russisch (Viktoria Kaziaba)
  • Schwedisch (Oliver Siebold)
  • Spanisch (Mário Franco)

Neben einer Namensklassifikation werden die Nicknames sprachenspezifisch morphologisch, syntaktisch, ortho-/typografisch, lexikalisch und semantisch analysiert. Die Ergebnisse werden ca. Mitte 2017 publiziert sein.


Torsten Siever

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