NEUAus der Presse

Intelligenzgene identifiziert

Großstudie belegt erstmals klar die polygene Basis unserer geistigen Leistungen.

»52 Gene – mindestens: Unsere Intelligenz beruht auf unzähligen Genfaktoren, statt auf nur einem oder einigen wenigen Genen. Das bestätigt die bisher umfassendste Großfahndung nach Intelligenzgenen im menschlichen Erbgut. Sie identifizierte 52 Gene mit Einfluss auf unsere geistigen Leistungen. [...] Die meisten der neuentdeckten Intelligenzgene sind im Gehirn aktiv, wie die Forscher feststellten. Sie beeinflussen unter anderem die Bildung von Synapsen, die Wachstumsrichtung von Axonen oder die Reifung von Nervenzellen. Viele von ihnen sind auch an der Regulation der Zellentwicklung beteiligt. [...] Allerdings: Selbst alle neuentdeckten Intelligenzgene zusammen könne gerade einmal 4,8 Prozent der Intelligenz-Unterschiede bei uns Menschen erklären. Anders ausgedrückt: Bei den verbleibenden rund 75 Prozent der genetischen Veranlagung zur Intelligenz kennen wir bisher die zugrundeliegenden Gene noch nicht.« [gestern 06:47 ps; Quelle: scinexx]

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Tagungsdaten: am 21. und 22. April 2017 im Leibnizhaus.


ConferenceViNM 2017

Visualizing (in) the new media

Logo What's up, Deutschland Im November 2017 veranstalten die Universitäten Neuenburg, Zürich und Bern im Rahmen des SNF-Projekts What's up, Switzerland? die erste internationale Konferenz, die den Schwerpunkt auf das Thema "Visuelle Kommunikation in den neuen Medien/über die neuen Medien legt. Mehr Informationen finden Sie auf der Tagungs-Website: http://www2.unine.ch/vinm2017

Das Poster mit dem Call for Papers (bis Februar 2017) finden Sie hier (PDF).

NEUOrthografie

Tipp: relaxed
Fotobeweis

Das Wochenende, an dem man so schön entspannen konnte, ist leider schon wieder vorüber. Neudeutsch heißt diese Tätigkeit natürlich »relaxen«, doch wie lautet das dazugehörige Adjektiv? Sowohl »relaxed« als auch »relaxt« sind korrekt, allerdings nur in der prädikativen Verwendung: »Ich war gestern total relaxed/relaxt.« Dass es zwei verschiedene Formen dafür gibt, rührt daher, dass das Adjektiv »relaxed« (das englische Partizip von to relax) im Deutschen früher üblich wurde als das Verb »relaxen«. Die Form wurde aus dem Englischen unverändert übernommen und erst mit der Einführung des Verbs und des dazugehörigen Partizips kam später auch die Form »relaxt« hinzu. Während der Duden für das Adjektiv in prädikativer Verwendung die Form »relaxed« empfiehlt, ist diese in attributiver Verwendung nicht erlaubt. Hier muss zwingend die t-Schreibung erfolgen: »Die relaxten Frösche verbrachten einen schönen Sonntag.« (22.05.2017)

Weitere Tipps unserer Expertin und Wortlisten gibt es im Orthografie-Spezial.

druckreif

Networx 76

Judith Huber et al. beschäftigen sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 76 mit dem Thema »SMS-Kommunikation im mehrsprachigen Raum. Schriftsprachliche Variation deutschsprachiger SMS-Nutzer/-innen in Südtirol«. mehr

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SMI-Band 9

Der Band »Chatbots. Eine linguistische Analyse« von Netaya Lotze ist da! mehr

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EXTRAVideo

»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.




NEUPublikation im Fokus

»Das Höchste mal am Horn gepackt«. Zur Emergenz von Stil in themenzentrierten Online-Communities

Die Forschung ist sich einig darüber, dass die Kommunikationsaktivitäten von Online-Communities einen gemeinsamen Stil hervorbringen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass dieser Stil die Rolle der Produzenten ins Zentrum stellt und in diesem Sinne „auf Kultur und soziale Identität der Sprecher [oder Schreiber, A.K.] bezogen ist“ (Keim 2001:376). Angesichts der Vielfalt existierender Online-Communities ist jedoch davon auszugehen, dass sich dort sehr unterschiedliche Formen von Stil herausbilden, die unterschiedliche Aspekte der Kommunikation innerhalb der Community[] fokussieren: neben der bereits angesprochenen Selbstpräsentation z. B. die Durchführung unterschiedlicher kommunikativer Aufgaben und Handlungstypen. Es ist also zu berücksichtigen, dass Stil stets eine holistische Gestalt aufweist, deren Komponenten es zu identifizieren gilt, um so den subjektiven Gesamteindruck der Stilerfahrung und dessen Wirkung objektiv greifbar zu machen: „bisher fehlende Kenntnisse über viele der stilkonstitutiven Merkmale und Prinzipien [verhindern] eine Analyse und Bewußtmachung (sic!)“ (Selting 2001:8). Um die stilkonstitutiven Merkmale und stilbildenden Prinzipien in Online-Communities adäquat zu erfassen und zu beschreiben, nimmt die vorliegende Dissertation eine kontrastiv ausgerichtete, detaillierte empirische Fallstudie von zwei Online-Communities aus dem Freizeitbereich vor. Dabei handelt es sich um das lokale Bloggerprojekt des Bergbahnverbundes „Das Höchste“ in der Skiregion Oberstdorf/Kleinwalsertal und um eine überregionale, freie Facebookgruppe zum Thema Skifahren.

Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer Stilanalyse, auf der interaktionalen Stilanalyse (ebd. 1997, 2001) gründend, die methodisch auf qualitativen korpuslinguistischen Untersuchungen basiert und den Stil, der sich langfristig innerhalb der untersuchten Online-Communities entwickelt, als Ensemble von vielfältigen stil-konstituierenden Einzelmerkmalen bestimmt. Stil wird dabei gleichzeitig als sprachlich-interaktionales und als soziales Phänomen bestimmt. Um die Dynamik der Emergenz von Gruppenstil im Detail erfassen und analysieren zu können, wurde ein Untersuchungskorpus erstellt, das über einen längeren Zeitraum die gesamte Kommunikationsaktivität einer Gruppe abbildet. Dafür wurden im ersten Untersuchungskorpus sämtliche Blogeinträge des Gemeinschaftsblogs der Bergbahnen „Das Höchste“ (genannt das „Bergscout-Projekt“) aus den beiden Skisaisons 2011/2012 und 2012/2013 aufgenommen. Als Vergleich dienen im zweiten Untersuchungskorpus die Kommunikationsaktivitäten der Gruppe „Skifahren“ auf Facebook[], die ebenfalls über den Zeitraum der beiden erwähnten Skisaisons erfasst wurden. Die Analyse dieser beiden Korpora liefert klare Evidenzen dafür, dass sich innerhalb verschiedener Communities unterschiedliche Stile entwickeln, die je nach Gruppenzusammensetzung und Kommunikationsaktivitäten, unterschiedliche Aspekte der Kommunikation innerhalb der Gruppe fokussieren. Während im Bergscout-Projekt als gemeinsame Kommunikationsaufgabe das Berichten über das Skigebiet bearbeitet wird, geht es in der Facebookgruppe in erster Linie um das Miteinander-Interagieren. Entsprechend diesen unterschiedlichen Orientierungen lassen sich anhand der emergierenden Stilmerkmale zwei deutlich unterschiedliche Kommunikationsstile herausarbeiten. mehr

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NEULiteratur

Neue Publikationen zum Thema

Kurpiers, Anna-Katharinam (2016). »Das Höchste mal am Horn gepackt«. Zur Emergenz von Stil in themenzentrierten Online-Communities. Bielefeld. online lesbar

Qian, HuaCraig R. Scott (2007). »Anonymity and Self-Disclosure on Weblogs«. Aufsatz in der Zeitschrift Journal of Computer-Mediated Communication . mehr

Źebrowska, Ewa (2013). Text - Bild - Hypertext. Frankfurt am Main: Peter Lang. mehr


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Ein Corpus eindeutig als solcher identifizierter Fake News wäre extrem hilfreich!
Donnerstag, 5. Januar 2017 middelrath über /de/medienanalyse/corpora/
Ich bezweifle sehr stark, dass durch ein Smartphone-Verbot im Unterricht gleich der Untergang des digitalen Abendlandes (im Schulwesen) droht, wie Dr. Bernhard Rohleder befürchtet. Zum Einen dürfte sich die Nutzung digitaler Medien im Schulunterricht wohl (hoffentlich!) nicht nur auf das Smartphone beschränken. Zum Anderen sollte das Training von Medienkompetenz bei Schülern auch beinhalten, wann mal Pause ist mit ständiger Erreichbarkeit und Ablenkung.
Mittwoch, 30. November 2016 mathias über /de/news/2016113067794.aspx
Sehr gut umgesetzt!
Montag, 2. Mai 2016 sugeis über /de/websprache/2.0/wasgehtapp.aspx