NEUAus der Presse

Je cleverer die KI, desto aggressiver?

In einer Studie wurde erforscht, wie künstliche Intelligenzen in Computerspielen interagieren. Es zeigt sich: KI können kooperieren. Sie können aber auch anders.

Um das Verhalten von KI-Agenten in bestimmten Situationen zu verstehen, bedienten sich die Forscher der Google[][]-Tochter DeepMind »spieltheoretischer Modelle, mit denen sich unter anderem Klima- oder Koalitionsverhandlungen simulieren lassen. Dazu ließen sie KI-Systeme in zwei verschiedenen Spielen gegeneinander antreten. Im ersten, Gathering genannt, einem rudimentären 2-D-Spiel, das an die ersten pixeligen Computerspiele aus der Commodore-Ära erinnert, mussten zwei Agenten, Rot und Blau, Äpfel von einem zentralen Stapel sammeln. Die Akteure hatten zwei Optionen: Entweder sie kooperierten und teilten sich die Äpfel oder aber sie versuchten den Gegner aus dem Spiel zu nehmen, indem sie ihn mit einem Laserstrahl taggten. Die Forscher ließen die Simulation mehrere tausend Mal ablaufen. Das Ergebnis war überraschend: Als es noch genügend Äpfel gab, optierten die Agenten für Kooperation statt Konfrontation. Als die Vorräte jedoch zur Neige ging, nahm die Zahl der Laserangriffe zu. Das Interessante ist, dass Agenten, die komplexere Strategien durchführen konnten, häufiger den Laser einsetzten, und zwar unabhängig von der Zahl der verbliebenen Äpfel. Etwas zugespitzt: Je cleverer die KI, desto aggressiver das Verhalten.« [gestern 10:19 ps; Quelle: Spektrum der Wissenschaft [a. Lobe]]

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ConferenceTagung 2017

Sprachkultur im 21. Jahrhundert

Logo GfdS Im April 2017 findet in Hannover in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) eine Tagung zum Thema »Sprachkultur im 21. Jahrhundert« statt. Alle Vorträge, weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.

Tagungsdaten: am 21. und 22. April 2017 im Leibnizhaus.


ConferenceViNM 2017

Visualizing (in) the new media

Logo What's up, Deutschland Im November 2017 veranstalten die Universitäten Neuenburg, Zürich und Bern im Rahmen des SNF-Projekts What's up, Switzerland? die erste internationale Konferenz, die den Schwerpunkt auf das Thema "Visuelle Kommunikation in den neuen Medien/über die neuen Medien legt. Mehr Informationen finden Sie auf der Tagungs-Website: http://www2.unine.ch/vinm2017

Das Poster mit dem Call for Papers (bis Februar 2017) finden Sie hier (PDF).

NEUOrthografie

Tipp: O-Saft
Fotobeweis

Das ist mal eine kreative Schreibung! Aber ist OʼSaft als Kurzform von Orangensaft zulässig? Vertraut sind Formen wie aufʼm oder dialektale wie gʼnug, daneben ist auch die Kennzeichnung des Genitivs bekannt (Moritzʼ Schnuller). Der Apostroph dient also der Markierung von Auslassungen von einzelnen oder mehreren Buchstaben und sichert so die Verständlichkeit. Auch umgangssprachliche Varianten wie Kuʼdamm (Kurfürstendamm) oder Dʼdorf (Düsseldorf) werden mit Apostroph geschrieben. Formal handelt es sich bei OʼSaft wie bei allen anderen um eine partielle Kürzung (hier von rangen im Wortinnern). Allerdings kollidiert die Schreibweise mit O-Saft, welches wie U-Boot oder S-Bahn ein partielles Kurzwort darstellt. Der Unterschied ist klein, dennoch eindeutig: Bei den per Apostroph angezeigten Auslassungen wird klein weitergeschrieben, also wirklich im Wortinnern oder an der Wortgrenze getilgt. Kurzwörter hingegen sind im Regelfall eigenständige Wörter, auch wenn sie nur partiell reduziert worden sind. Folglich entscheidet der Folgebuchstabe: Großbuchstabe bedeutet eigenständig, also Bindestrich (O-Saft), Kleinbuchstabe Apostroph (Oʼsaft). (20.02.2017)

Informationen zum Fehler

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Networx 75

Aline Meili beschäftigt sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 75 mit dem Thema »Schriftliche Alltagskommunikation gehörloser Personen in der Deutschschweiz. Eine qualitative Korpusanalyse von WhatsApp-Nachrichten«. mehr

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SMI-Band 9

Der Band »Chatbots. Eine linguistische Analyse« von Netaya Lotze ist da! mehr

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Wörterbücher

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EXTRAVideo

»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

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NEUPublikation im Fokus

Language Choice in Mobile Text Messages among Jordanian University

This paper examines the linguistic structure and sociolinguistic functions of ArabicEnglish code-switching in mobile text messages as used by a group of Jordanian university students. It also aims at investigating the distribution of the switched elements by syntactic category. The corpus was collected from 46 male and female undergraduate and post-graduate students. Qualitative as well as quantitative analyses were carried out by the researchers. The major findings of the study revealed that there are a number of technical elements that might be responsible for the wide use of English or switching between English and Arabic “with Arabic Roman scripts” in mobile text messaging. Qualitative data analysis indicated that CS could be brought about and shaped by the dynamics of the relationship of the speaker–addressee and by cultural features embedded in the Arabic language. The analysis also showed that CS in this particular means of communication functions as a communicative strategy for facilitating communication by lowering language barriers as well as by consolidating cultural identity. Moreover, it has been noticed that the process appears to be
conditioned, among other factors, by the sex of the writer. The findings of this study chart changes in language choice practices ushered in by the advent of a new medium of communication. mehr

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Neue Publikationen zum Thema

Moraldo, Sandro M.m (2011). »Web 2.0 und die deutsche Sprache. Kommunikative und sprachliche Aspekte der Microblogging-Plattform Twitter«. Aufsatz im Sammelband Deutsch aktuell 2. Einführung in die Tendenzen der deutschen Gegenwartssprache. mehr

Moraldo, Sandro M.m (Hg., 2011). Deutsch aktuell 2. Einführung in die Tendenzen der deutschen Gegenwartssprache. Rom: Carocci. mehr

Small, Tamara A. (2011). »What the Hashtag? A content analysis of Canadian politics on Twitter«. Aufsatz in der Zeitschrift Information, Communication & Society. mehr


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Ein Corpus eindeutig als solcher identifizierter Fake News wäre extrem hilfreich!
Donnerstag, 5. Januar 2017 middelrath über /de/medienanalyse/corpora/
Ich bezweifle sehr stark, dass durch ein Smartphone-Verbot im Unterricht gleich der Untergang des digitalen Abendlandes (im Schulwesen) droht, wie Dr. Bernhard Rohleder befürchtet. Zum Einen dürfte sich die Nutzung digitaler Medien im Schulunterricht wohl (hoffentlich!) nicht nur auf das Smartphone beschränken. Zum Anderen sollte das Training von Medienkompetenz bei Schülern auch beinhalten, wann mal Pause ist mit ständiger Erreichbarkeit und Ablenkung.
Mittwoch, 30. November 2016 mathias über /de/news/2016113067794.aspx
Sehr gut umgesetzt!
Montag, 2. Mai 2016 sugeis über /de/websprache/2.0/wasgehtapp.aspx