NEUAus der Presse

Hängt Leseschwäche mit den Augen zusammen?

Bis zu 15 Prozent der Kinder in Deutschland könnten von einer Dyslexie betroffen sein. Die Ursache dafür ist noch unklar. Die Augen spielen eventuell eine Rolle.

Vieles deutetdarauf hin, dass hinter dem Phänomen der Dyslexie biologische Gründe stecken. Albert Le Floch und Guy Ropars von der Université de Rennes »legen eine Studie vor, die auf die Funktion der Augen bei der Ausbildung der Leseschwäche eingeht. Demnach spielt die Anordnung der Zapfen in der Netzhaut eine wichtige Rolle – sie unterscheidet sich völlig von jener bei Menschen, die keine Dyslexie aufweisen. Diese Fotorezeptoren benötigen wir, um bei Tageslicht Farben wahrnehmen zu können. Wie die Wissenschaftler bemerkt haben, weisen die beiden Augen von Menschen ohne Dyslexie völlig unterschiedliche Zapfenmuster auf: Beide Netzhäute sind also asymmetrisch. Dadurch nimmt jedes Auge das eingestrahlte Licht unterschiedlich auf, und diese Signale wägen die Neurone im Gehirn gegeneinander ab und verarbeiten das Bild, das akkurater erscheint. Durch dieses Training entwickelt sich im Lauf der Zeit eine Art dominantes Auge, auf das sich das Gehirn bei der Signalübertragung stärker verlässt. Bei Personen mit Dyslexie hingegen sind die Zapfen in beiden Augen gleich angeordnet, was zu symmetrischen Mustern der Lichtaufnahme führt.« [heute 11:40 ps; Quelle: Spektrum der Wissenschaft [D. Lingenhöhl]]

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ConferenceViNM 2017

Visualizing (in) the new media

Logo What's up, Deutschland Im November 2017 veranstalten die Universitäten Neuenburg, Zürich und Bern im Rahmen des SNF-Projekts What's up, Switzerland? die erste internationale Konferenz, die den Schwerpunkt auf das Thema "Visuelle Kommunikation in den neuen Medien/über die neuen Medien legt. Mehr Informationen finden Sie auf der Tagungs-Website: http://www2.unine.ch/vinm2017

Das Poster mit dem Call for Papers (bis Februar 2017) finden Sie hier (PDF).

NEUOrthografie

Tipp: Die Krux mit dem -in
Das ist auch keine Lösung ... ;-)

Bei drei Fehlern in einer Wortkombination ist man fast geneigt, zynisch anzumerken, dass neben Haarprofis wohl auch ein(e) Rechtschreibexpertin/-experte gesucht wird. Zum ersten Fehler: Im geschriebenen Deutsch haben wir tatsächlich die Möglichkeit, Friseur/Friseurin auf Friseur/-in zu kürzen; allerdings muss das Getilgte/zu Ergänzende, hier Friseur, durch einen Bindestrich angezeigt werden. Der zweite Fehler besteht darin, dass sicherlich nicht nur mehrere weibliche Personen und ein männlicher Kollege gesucht werden, sondern auch mehrere Männer, also Friseure. Und da ist implizit der dritte Fehler enthalten, denn laut Duden ist die Auslassung der Endung (-e) explizit ausgeschlossen. Anders als bei Be- und Entsorgung dürfen einige Bestandteile (vermutlich sind Flexionsendungen gemeint) nicht alleine stehen. Die eigentlich gemeinte Form Friseure/-innen ist also nicht möglich. Wenn es dennoch kürzer sein muss, kann man ausweichen auf die bereits oben realisierte Klammerschreibung – allerdings ist dies im konkreten Fall kaum lesbar: Friseur(inn)e(n). Folglich kann in diesem Fall nicht ohne Verletzung des Regelwerks gekürzt werden: Friseure/Friseurinnen gesucht wäre korrekt. Ganz abgesehen davon müsste in der Folgezeile ebenfalls gegendert werden, was uns zum nächsten Problem führt: Meister/-innen und Gesell(inn)en. (16.10.2017)

Weitere Tipps unserer Expertin und Wortlisten gibt es im Orthografie-Spezial.

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Networx 77

Peter Schlobinski beschäftigt sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 77 mit dem Thema »Grundzüge von Sprache und Macht«. mehr

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SMI-Band 9

Der Band »Chatbots. Eine linguistische Analyse« von Netaya Lotze ist da! mehr

Infos zur Buchreihe finden Sie hier.

Wörterbücher

Wort unklar?

Kennen Sie eigentlich das Wort virales Marketing? Testen Sie unsere kleinen Wörterbücher zur Linguistik (1290 Lemmata), zu Medien/Technik (805) und zum Berlinischen (2291).

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EXTRAVideo

»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.




Publikation im Fokus

Soziolinguistik

Nach dem »Boom« der Soziolinguistik in den 1970er- und 1980er-Jahren ist es um die Soziolinguistik und ihre vorschnelle Didaktisierung eher still geworden. Das Verblassen der tagespolitischen Aktualität von sozialen Sprachbarrieren und Sprachkompensatorik hat aber auch den Blick frei gemacht auf die Weiterentwicklung ihrer Forschungsfelder von Sprachgebrauch in gesellschaftlichen Kontexten. Mittlerweile sind neue Fragestellungen und Gegenstandsfelder der Soziolinguistik im deutschsprachigen Raum hinzugetreten, die im vorliegenden Themenheft exemplarisch vorgestellt werden sollen. Denn nach den Themenschwerpunkten: Sprachgebrauch und soziale/regionale Herkunft, Sprachgebrauch und (soziales) Geschlecht sind die Bereiche: Sprachgebrauch und Migration, Mehrsprachigkeit und Interkulturalität, Sprachgebrauch und Generation verstärkt in den Blickpunkt der Forschung getreten. Wie wir zeigen wollen, spielen dabei die Multidimensionalität der sprachlichen Variation wie aber auch subjektive Faktoren bewusster Sprachwahl eine wichtige Rolle. Die Beispiele sollen demonstrieren, dass soziolinguistische Forschungen eine besondere didaktische Relevanz haben, dass es um Fragen des sozialen Ausgleichs und emanzipatorischer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben geht, um Abbau von Vorurteilen und um die Sicherung der sprachlichen Kommunikation zwischen sozialen Gruppen. Für den Sprachunterricht ergeben sich daraus viele neue Anregungen. mehr

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Neue Publikationen zum Thema

Neuland, EvaPeter Schlobinskim (Hg., 2017). Soziolinguistik. (= Der Deutschunterricht, Nr. 4). mehr

Mathias, Alexam (2017). »Von ›Parasiten‹ und anderen ›Schädlingen‹. Feinddiskreditierung rechtspopulistischer und rechtsextremer Bewegungen in Deutschland«. Ein Online-Dokument. online lesbar

Schlobinski, Peterm (2017). »Grundzüge von Sprache und Macht«. Nr. 77 in unserer Online-Reihe Networx. online lesbar


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In der Tabelle Abb.5 werden Beispielwörter genannt. Die Schreibweise entspricht aber manchmal nicht den aktuellern Rechtschreibregeln. "muß", besser "muss"; "schoß", besser "schoss". Großschreibung bei Substantiven wäre auch hilfreich.
Samstag, 21. Oktober 2017 Arfst über /de/basix/phon-/phonetik/vokale/
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