NEUAus der Presse

Ein neues Bild der Sprache

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts revolutionierte der amerikanische Linguist Noam Chomsky unsere Vorstellung davon, wie Kleinkinder ihre Muttersprache lernen.

»Verbirgt sich im menschlichen Gehirn tatsächlich eine vorprogrammierte mentale Schablone zum Erlernen von Grammatik? Mit dieser Idee prägte der amerikanische Linguist Noam Chomsky vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge fast ein halbes Jahrhundert lang die gesamte Sprachwissenschaft. [...] Vielmehr setzt sich eine radikal neue Sichtweise durch, der zufolge das Erlernen der Muttersprache kein angeborenes Grammatikmodul voraussetzt. Offenbar nutzen Kleinkinder mehrere verschiedene Denkweisen, die gar nicht sprachspezifisch sein müssen – etwa die Fähigkeit, die Welt in Kategorien (wie Mensch oder Sache) einzuteilen oder Beziehungen zwischen Dingen zu begreifen. Hinzu kommt die einzigartige Gabe, intuitiv zu erfassen, was uns andere mitteilen möchten; erst so kann Sprache entstehen. Somit reicht Chomskys Theorie längst nicht aus, um den menschlichen Spracherwerb zu erklären.« [gestern 09:55 ps; Quelle: spektrum der Wissenschaft [Paul Ibbotson & Michael Tomasello]]

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ConferenceTagung 2017

Sprachkultur im 21. Jahrhundert

Logo GfdS Im April 2017 findet in Hannover in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) eine Tagung zum Thema »Sprachkultur im 21. Jahrhundert« statt. Alle Vorträge, weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.

Tagungsdaten: am 21. und 22. April 2017 im Leibnizhaus.


ConferenceViNM 2017

Visualizing (in) the new media

Logo What's up, Deutschland Im November 2017 veranstalten die Universitäten Neuenburg, Zürich und Bern im Rahmen des SNF-Projekts What's up, Switzerland? die erste internationale Konferenz, die den Schwerpunkt auf das Thema "Visuelle Kommunikation in den neuen Medien/über die neuen Medien legt. Mehr Informationen finden Sie auf der Tagungs-Website: http://www2.unine.ch/vinm2017

Das Poster mit dem Call for Papers (bis Februar 2017) finden Sie hier (PDF).

NEUOrthografie

Tipp: Getrennt- oder Zusammenschreibung von »zu-Infinitiven«

Immer wieder stelle ich fest, dass Unsicherheiten bezüglich der Getrennt- oder Zusammenschreibung von Infinitiven mit »zu« bestehen. Die Regel ist jedoch relativ einfach. Betrachten wir das Beispiel »zusammenschreiben« (in einem Wort schreiben) vs. »zusammen schreiben« (gemeinsam etwas schreiben):
1) Wenn die Grundform zusammengeschrieben wird, so schreibt man auch den Infinitiv mit «zu» zusammen: »Der Duden empfiehlt, bestimmte Wörter zusammenzuschreiben, die Getrenntschreibung ist jedoch oftmals auch korrekt.«
2) Schreibt man die Grundform getrennt, wird auch der Infinitiv mit »zu« getrennt geschrieben: »Jan und ich haben uns entschieden, das Buch zusammen zu schreiben.« (27.02.2017)

Weitere Tipps unserer Expertin und Wortlisten gibt es im Orthografie-Spezial.

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Networx 75

Aline Meili beschäftigt sich in der jüngsten Networx mit der Nr. 75 mit dem Thema »Schriftliche Alltagskommunikation gehörloser Personen in der Deutschschweiz. Eine qualitative Korpusanalyse von WhatsApp-Nachrichten«. mehr

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SMI-Band 9

Der Band »Chatbots. Eine linguistische Analyse« von Netaya Lotze ist da! mehr

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Wörterbücher

Wort unklar?

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EXTRAVideo

»Was geht app?!« – analog

Im Rahmen des Seminars »Media in Action« haben Studierende der Leibniz Universität Hannover in acht kurzen Einzelszenen Anwendungsmöglichkeiten von Handys aus der digitalen Welt in die analoge Welt übertragen und überspitzt szenisch dargestellt: Facebook, Monopoly, Twitter, WhatsApp, Google Maps, Google Suche und Selfies.

Weitere Audio- und Video-Inhalte finden Sie hier.




NEUPublikation im Fokus

Phänomen Facebook. Wie eine Webseite unser Leben auf den Kopf stellt

Mehr als 500 Millionen Nutzer, die pro Monat 20 Millionen Videos und 3 Milliarden Fotos hochladen sowie 14 Milliarden Informationen austauschen: Facebook[] ist allgegenwärtig.

Das Online-Netzwerk des 26-jährigen Gründers Mark Zuckerberg hat sich zu einem „Internet im Internet“ entwickelt. E-Mail, Chats, Fotos, Videos, Handy: Facebook erlaubt jede Form der Online-Kommunikation, wird zum Werkzeug von Politik und Wirtschaft und ist mittlerweile der größte Konkurrent des Internet-Giganten Google[][]. Auf der Strecke bleiben nicht nur Facebook-Alternativen wie MySpace oder StudiVZ, sondern die Privatsphäre jedes Mitglieds.

Wie sehr hat Facebook unsere Gesellschaft vereinnahmt? Was planen die Betreiber mit den persönlichen Daten der Mitglieder? Wie verhindert man, sich dem sozialen Druck und dem schwachen Datenschutz völlig auszuliefern? Diese Fragen beantwortet der Medienspezialist Jakob Steinschaden mittels tiefgehender Analysen, anschaulicher Reportagen und Exklusiv-Interviews mit Facebook-Insidern und Fachleuten. mehr

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Neue Publikationen zum Thema

Li, Xiaoyu (2007). »Über die rhetorischen Merkmale der SMS-Texte«. Aufsatz in der Zeitschrift Südforum. mehr

Branner, Rebecca (2002). »Zitate aus der Medienwelt. Zu Form und Funktion von Werbezitaten in natürlichen Gesprächen«. Aufsatz in der Zeitschrift Muttersprache. mehr

Krotz, Friedrich (2007). Mediatisierung: Fallstudien zum Wandel von Kommunikation. Wiesbaden: Springer VS. mehr


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Donnerstag, 5. Januar 2017 middelrath über /de/medienanalyse/corpora/
Ich bezweifle sehr stark, dass durch ein Smartphone-Verbot im Unterricht gleich der Untergang des digitalen Abendlandes (im Schulwesen) droht, wie Dr. Bernhard Rohleder befürchtet. Zum Einen dürfte sich die Nutzung digitaler Medien im Schulunterricht wohl (hoffentlich!) nicht nur auf das Smartphone beschränken. Zum Anderen sollte das Training von Medienkompetenz bei Schülern auch beinhalten, wann mal Pause ist mit ständiger Erreichbarkeit und Ablenkung.
Mittwoch, 30. November 2016 mathias über /de/news/2016113067794.aspx
Sehr gut umgesetzt!
Montag, 2. Mai 2016 sugeis über /de/websprache/2.0/wasgehtapp.aspx